Kerßenbrocker Schützen feierten Heimatabend in Melle hält patente Weisheiten parat

Von Christina Wiesmann


Neuenkirchen/Wellingholzhausen. Zum Heimatabend beim Schützenverein Kerßenbrock-Küingdorf kamen rund 500 Besucher auf das Festgelände im Meller Stadtteil Neuenkirchen.

Wenn die Schützen vom Verein aus Kerßenbrock-Küingdorf ihre vier tollen Schützenfest-Tage mit dem Heimatabend einläuten, ist das Festzelt voll. Rund 500 kamen am Freitagabend, die sich das unterhaltsame und witzige Bühnenprogramm nicht entgehen lassen wollten.

Ein ökumenischer Gottesdienst, gehalten von Pastor Jörg Ellinger und Lektorin Claudia Hüsemann, legte den Grundstein für das Schützenfest-Wochenende im Dorf.

Zum Auftakt kamen knapp 500, die sich natürlich auch den anschließenden Heimatabend nicht durch die Lappen gehen lassen wollten.

„Das ist wie immer der Auftakt zu vier Tagen Schützenfest in Kerßenbrock“, begrüßte Heiner Lange, Präsident der Schützen aus Kerßenbrock-Küingdorf, die Besucher. Und er frohlockte gut gelaunt: „Es wird wieder ein abwechslungsreiches Programm geben.“

Gute Stimmung eben

Durch das Programm führten gewohnt schlagfertig und humorvoll Karin Klocke und Martin Morrmann, die Heimatkapelle unter der Leitung von Hans-Jörg Haferkamp trumpfte musikalisch erwartungsgemäß voll auf. Gute Stimmung – in Kerßenbrock wissen die, wie das geht.

Natürlich konnte sich das Bühnenprogramm sehen lassen. Den Auftakt machten die Tänzerinnen von „Dance of Joy“, der Kindertanzgruppe vom WTV. Zu derben Beats tanzten sie über die Bühne und brachten ordentlich Stimmung ins Festzelt. Ein dickes Lob gabs nach dem Auftritt inklusive Zugabe von Moderator Morrmann: „Ihr habt alles gegeben, es war richtig super.“

Mit Rudelsingen

Auch mit dabei: Der Komiker und Sänger Stephan Rodefeld, der als Onkel Werner eine durchaus patente Weisheit über das ländliche Idyll im Gepäck hatte. „Kerßenbrock-Küingdorf ist nicht der Arsch der Welt – aber man kann ihn von hier ganz gut sehen!“

Mit schiefer Beißleiste, Hut und Sandalen brachte er das Publikum zum Schmunzeln. Logisch, dass sich einige ertappt fühlten, als der Comedian daran erinnerte, dass manch einer bei Nachbarschaftsfesten immer ordentlich den Teller leer isst „allein schon, um den Nachbarn ordentlich zu schädigen“.

Die Kerßenbrocker Liedertafel zeigte einen Sketch, der aufzeigte, wie es einem Kinobesucher ergehen kann. Happy End? Inklusive. Auch, wenn man das zu Beginn nicht unbedingt erwartet hätte.

Seit 15 Jahren sind Ulrike Heitland und Monika Witte auf der Bühne beim Heimatabend dabei. In diesem Jahr brachten sie den gesamten Thron ordentlich in Schwung. Da galoppierten sogar die Gäule über die Bühne – ein einziger Spaß für das Publikum.

Das Kerßenbrocker Lied

Und das musste natürlich auch mitmachen: Beim Rudelsingen mit den Moderatoren zeigten die Besucher nämlich ihre stimmstarke und musikalische Seite.

Traditionell endete der Heimatabend mit dem Kerßenbrocker Lied. Und manch einer sang den Refrain noch vor der Pommesbude bei Currywurst und Bier fröhlich mit. Die Stimmung in Kerßenbrock, die hört nicht einfach mit dem Programmende auf.