Der Anbau kommt, der Spott bleibt Bauarbeiten für Feuerwehrhaus in Oldendorf begonnen

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Der Galgenhumor um das Feuerwehrhaus in Oldendorf setzt sich fort: Mit einem launigen Spruch wirbt die mit den Arbeiten beauftragte Baufirma für eine korrekte Ausführung. Foto: Simone GraweDer Galgenhumor um das Feuerwehrhaus in Oldendorf setzt sich fort: Mit einem launigen Spruch wirbt die mit den Arbeiten beauftragte Baufirma für eine korrekte Ausführung. Foto: Simone Grawe

Melle. Bundesweit in den Schlagzeilen und Ziel des Spots, und nun geht es endlich los: Die Bauarbeiten für das Feuerwehrhaus in Oldendorf haben begonnen, verbunden mit einem satirischen Seitenhieb.

Lange haben die Feuerwehrleute aus Oldendorf auf ihr neues Feuerwehrhaus gewartet, jetzt folgen dem jahrelangen Hin und Her endlich Fakten: Die Baustelle an der Osnabrücker Straße ist eingerichtet, der Baustellenbereich mit einem hohen Bauzaun ist abgesichert.

Spruch auf dem Banner

Doch was ist dort auf dem Banner zu lesen, auf dem die Baufirma ihre Leistung preist? „Groß oder klein – mit Loeck wird‘s dein! Bald passt auch das Feuerwehrauto rein!“ spottet das Unternehmen mit Blick auf die hinreichend bekannte Tatsache, dass das neu angeschaffte TSF zum Preis von 130000 Euro wegen seiner Durchfahrtshöhe nicht in das vorhandene Feuerwehrhaus passt.

„Die Fläche ist begradigt, die Grasnarbe gemäht und der Unrat beseitigt“, äußerte sich am Mittwoch ein Mitarbeiter der bauausführenden Firma auf der vor Kurzem eingerichteten Baustelle: „Wir geben alles, damit wir zeitig fertig werden“, kündigte er zudem an.

Jedenfalls lässt die Ankündigung hoffen, denn nachdem der Verwaltungsausschuss die Aufträge zur Errichtung des lang ersehnten Erweiterungsbaues vergeben hatte, löste die Stadt ihr Versprechen ein, mit den Arbeiten im Mai zu beginnen. Im Sommer kommenden Jahres sollen der Anbau stehen.

Mit der Bauüberwachung hat die Stadt ein Architekten- und Ingenieurbüro aus Rödinghausen beauftragt. Dies liegt offenbar an der Überbelastung des städtischen Gebäudemanagements. Dies hat allerdings zur Folge, dass die ursprünglich veranschlagten Kosten in Höhe von 735000 Euro nunmehr auf 820000 Euro steigen werden.

In dem Anbau von 257 Quadratmetern werden die Fahrzeughalle, je ein Umkleidebereich für männliche und weibliche Mitglieder, die Stiefelwäsche sowie ein Flur untergebracht.

Gegenwärtig kann das neue Fahrzeug nicht genutzt werden. Es hat eine Durchfahrtshöhe von 3,45 Meter und passt damit nicht in den alten Anbau, denn Durchfahrtshöhe lediglich 2,90 Meter beträgt. Auch die von der Feuerwehr ins Auge gefasste Interimslösung erwies als nicht praktikabel, weil auch hier das Fahrzeug nur ohne Aufbau einfahren kann.

Die Leiter muss abgebaut werden, um diese Unterstellmöglichkeit zu nutzen. Das wiederum hat zur Folge, dass das Fahrzeug nicht einsatzbereit ist. Ohne Leiter also kein Einsatz.

„Die Bauarbeiten haben termingerecht begonnen, und wir werden alles daran setzen, dass das Projekt im vorgegebenen Zeitrahmen realisiert wird“, teilte Stadtsprecher Jürgen Krämer auf Anfrage unserer Redaktion mit.


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