Über 5000 Euro ergaunert Meller betrügt die eigene Familie: Verurteilt

Symbolfoto: Volker Hartmann/dpaSymbolfoto: Volker Hartmann/dpa

Melle. Mit einer erfundenen Geschichte hat sich ein Mann aus Melle Geld von seiner Familie erschlichen. Am Montag stand er wegen Betruges vor dem Haller Amtsgericht.

Der Beschuldigte erzählte seinem Onkel in Enger, dass er in einer Filiale eines Elektromarktes in Berlin arbeite. Der Markt werde umgebaut und die Waren deshalb derzeit mit einem attraktiven Rabatt verkauft. Der Onkel kaufte daraufhin verschiedene Geräte, darunter einen Fernseher, eine Mikrowelle und einen Wäschetrockner.

Auch die Frau und die Kinder des Geschädigten schlugen zu und kauften unter anderem iPads, iPods und Fernseher. Als Kaufpreis übergab die Familie dem Angeklagten 5580 Euro.

Die Übergabe des Geldes fand im August 2017 an drei verschiedenen Tagen in Melle und Werther statt. Auf die bestellten Waren wartete die Familie dann allerdings vergeblich.

Der Angeklagte gab die Tat im Gericht unumwunden zu. „Es war alles so, wie es in der Anklage steht“, sagte er. Er sei spielsüchtig gewesen und habe zu der Zeit eine ganze Menge Leute belogen, um an Geld zu kommen. „Zwischen fünf und zehn Gerichtsverfahren werden noch auf mich zukommen“, sagte er.

Das Gericht hielt sich mit dem Strafmaß an der untersten Grenze. Als Begründung führte die Richterin das Geständnis an und die Tatsache, dass in den fünf bis zehn weiteren Verfahren von den Richtern Gewerbsmäßigkeit angenommen werden müsse. Das wiederum werde den Angeklagten am Ende der Reihe ohnehin ins Gefängnis bringen. Das milde Urteil lautete schließlich in diesem Fall 350 Euro Geldstrafe wegen Betruges.