Aus Sicherheitsgründen Friedenssäule in Melle ist abgebaut

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Der Standort ist jetzt eine Stolperfalle und wurde gesichert. Foto: Christoph FrankenDer Standort ist jetzt eine Stolperfalle und wurde gesichert. Foto: Christoph Franken

Melle. Die Friedens-Stelen im Kurpark von Melle stehen nicht mehr: Eine der steinernen Säulen kippte beim jüngsten Sturm ein, die andere bauten Mitarbeiter der Stadtverwaltung jetzt aus Sicherheitsgründen ab. Sie wackelte nämlich auch bedenklich.

Im September 1998 zum Gedenken an den 350. Jahresstag des Westfälischen Friedens waren die Sandsteinsäulen im Rahmen eines Friedensworkshops für Frauen an zwei Wochenende unter Federführung der damaligen Kreisfrauenbeauftragten Susanne von Garrel entstanden. Die fachmännische Leitung lag bei Steinmetz Peter Medzech (Lübbecke).

„Friede durch Verschiedenheit“ lautete das Motto des Projekts, aus dem die „Friedenssäule“ mit den beiden Stelen als Eingangstor zum entstehenden Friedensgarten hervorging. Die verwendeten Steine sollten ursprünglich aus Melles Partnerstädten stammen, um die völkerverbindende Komponente der Skulptur zu unterstreichen. Der Schluss-Stein über beiden Stelen symbolisiert die Bedeutung von Toleranz und Ausgleich. Das Denkmal war Ende September 1998 von Bürgermeister Josef Stock enthüllt worden.

Mit der Fertigstellung des Friedensgartens sollten dann auch die Partnerstadt-Steine verwendet werden.

Für Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel besteht kein Zweifel, dass die Säule wieder aufgebaut werden soll. „Sie besitzt Bedeutung in der Stadt und auch Teilnehmerinnen des Workshops hängen sehr an ihr“, sagte sie gestern. Sie werde deswegen in Kürze Gespräche mit der Stadtverwaltung führen.


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