Hindernisse in Köpfen abbauen SoVD Melle wirbt für inklusive Gesellschaft

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Werben für eine barrierefreie Gesellschaft: Hans-Werner Jungholt, Helga Stübbe, Barbara Filip, Marianne Stönner und Peter Gromm vom SoVD Melle. Foto: Simone GraweWerben für eine barrierefreie Gesellschaft: Hans-Werner Jungholt, Helga Stübbe, Barbara Filip, Marianne Stönner und Peter Gromm vom SoVD Melle. Foto: Simone Grawe

Melle. „Ich (bin nicht) werde behindert!“ Mit diesem Slogan ist eine landkreisweite Aktion des Sozialverbandes (SoVD) zum „europäischen Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ überschrieben. Auch der SoVD Melle nimmt daran teil.

Mitglieder des SoVD-Kreisverbandes und dessen Arbeitskreis Inklusion griffen in diesen Tagen zu Kleister und Pinsel, um auf der Grünfläche im Bereich Weststraße/Oldendorfer Straße ein Großflächenplakat, das auf die vielen Hindernisse von Menschen mit Einschränkungen aufmerksam macht, zu bekleben.

Viele Hindernisse

„Von einer inklusiven Gesellschaft sind wir noch weit entfernt. Längst kann nicht jeder überall dabei sein, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit – mit oder ohne Behinderung“, betont Kreisvorsitzender Gerd Groskurt.

Immer noch gebe es viel zu viele Hürden und Barrieren, und diese Hindernisse betreffen nicht nur Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf die Hilfe eines Rollators angewiesen sind. Sehbehinderte, Menschen mit kognitiven Einschränkungen gehören ebenso dazu.

Der SoVD will sich einmischen und wird zum „europäischen Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ aktiv: „Im Rahmen unserer Möglichkeiten sind wir zu dem Entschluss gekommen, dieses Thema mit einem Großflächenplakat aufzugreifen“, sagt Gerd Groskurt. Besonders gelt es, die Barrieren und Vorurteile in den Köpfen abzubauen.

Barrierefreiheit ist ein Gewinn für alle Menschen, fügt der SoVD auf einem Info-Blatt hinzu und nennt Beispiele: Für die Familien mit Kinderwagen bis hin zu Senioren, die mit dem Rollator versuchen, die Straßen zu überqueren, ebenso für Menschen mit Einschränkungen, die versuchen, eine Gebrauchsanweisung zu verstehen. Da ist der Senior, der nur mit der Lupe klein gedruckte Texte einer Medikamenteninformation entziffern kann.

Über eine Brücke

Und dann gibt es die Rollstuhlfahrer, die versuchen, die Stufen einer Gaststätte zu überwinden, oder Reisende, die mit einem schweren Koffer das Bahngleis der gegenüberliegenden Seite nur über eine Brücke erreichen: „Wir wollen, dass auch Menschen mit Einschränkungen in vollem Umfang an unserer Gesellschaft teilhaben können“, unterstreicht Groskurt.

Der Einsatz des SoVD gelte der Beseitigung von Hindernissen, wo immer man darauf stößt oder auf die aufmerksam gemacht werde.


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