Bühne des Martini-Kindergartens Theater für die eigenen Kinder in Melle

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„Rumpelstilzchen“ bringen die ehemaligen Eltern von Kindergartenkindern mit ihren Helfern Uhr auf die Bühne. Foto: Wiegand„Rumpelstilzchen“ bringen die ehemaligen Eltern von Kindergartenkindern mit ihren Helfern Uhr auf die Bühne. Foto: Wiegand

Buer. Wenn Eltern mal für ihre eigenen Kinder Theater machen, dann kann daraus eine lange Fortsetzungsgeschichte werden. So ist es jedenfalls im Meller Stadtteil Buer gelaufen: Aus der ersten Theateraufführung am Martini-Kindergarten von Eltern für ihre eigenen Kinder im Jahr 2000 ist ein alljährliches Ereignis entstanden.

Inzwischen gibt es fünf bis sechs Aufführungen von wechselnden Stücken.

Die Ideengeberin vor 18 Jahren war Claudia Philips, die bis heute die Stücke immer passend für die jeweiligen Ensembles umschreibt. Bei der ersten Aufführung wurde am Rosenmontag im Jahr 2000 für die Kinder des Martini-Kindergartens „Elmar, der Elefant“ auf die Bühne gebracht. Das Nächste Erfolgsstück war „Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf geschissen?“

Schauspielerei steckt an

„Dann haben sich jedes Jahr zehn bis zwölf Eltern gefunden, um den Kindern die Freude zu machen, ihre eigenen Mütter und Väter auf der Bühne zu sehen“, blickt Bianca Vogt zurück auf die Anfangsjahre. Von Jahr zu Jahr vergrößerte sich das Publikum bei Stücken von Schneewittschen bis Dornröschen. Benachbarte Kindergärten wurden eingeladen und die Anzahl der Aufführungen des so genannten Martini-Theaters wuchs beständig an. Die Kinder von Bianca Vogt sind heute selbst schauspielerisch bei der Theaterbande Phoenix aktiv.

Für alle interessierten

„In den vergangenen Jahren haben wir immer vier bis fünf Vormittags-Vorstellungen und eine Nachmittags-Vorstellung am Wochenende für die interessierte Öffentlichkeit gegeben“, berichtet Sylvie Lombard, die seit 2007 dabei ist. „Das aktuelle Ensemble besteht heute weitgehend aus Eltern von ehemaligen Kindergartenkindern, die inzwischen zur Schule gehen oder schon erwachsen sind“, weist Silke Mayer darauf hin, dass junger Elternnachwuchs beim Martini-Theater willkommen wäre.

Alles in Eigenregie

„Wir machen alles in Eigenregie – vom Bühnenbild über die Requisiten bis zu den Kostümen“, erklärt Schauspielerin Martina Johannsen. „Für uns ist es jedes Jahr ein tolles Erlebnis, in die leuchtenden Augen der Kinder im voll besetzten Martini-Gemeindesaal zu schauen“, ergänzt Silke Mayer.

Dieses Jahr bringt die Eltern-Theater-AG des Martini-Kindergartens „Rumpelstilzchen“ auf die Bühne. Nach den Vormittags-Vorstellungen für mehrere Kindergärten, Grundschulen und Senioren aus dem Fritz-Kamping-Haus gibt es noch eine öffentliche Aufführung im Gemeindehaus am Samstag, 5. Mai, um 15 Uhr - und nicht am 28. April, wie es fälschlicherweise in örtlichen Veranstaltungskalendern angegeben worden ist. Nach der märchenhaften Aufführung gibt es Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten um eine freiwillige Spende.


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