Bald als fester Kurs Kids beim Meller Robotics-Kurs sollen nicht hardcoden

Kurze Roboter-Besprechung unter Menschen: Mattis (14) und Tutor Lukas Freudenberg; im Hintergrund werkeln Peer, Pia und SFZ-Mitarbeiterin Danuta Prasse. Foto: Michael HengeholdKurze Roboter-Besprechung unter Menschen: Mattis (14) und Tutor Lukas Freudenberg; im Hintergrund werkeln Peer, Pia und SFZ-Mitarbeiterin Danuta Prasse. Foto: Michael Hengehold

Melle. Hätten sich Roboter angemeldet, wären wohl alle gekommen. Es waren aber Menschen, die am Robotics-Workshop in den BBS teilnehmen wollten. Und so nahmen zwar vier Robo-Fans das Angebot des Schüler-Forschungs-Zentrums Osnabrück (SFZ) an, erschienen sind aber nur drei: der 14-jährige Mattis sowie die elfjährigen Zwillinge Peer und Pia, die bald zwölfjährige Zwillinge sind.

Das ist schade, denn das SFZ möchte den Roboter-Workshop in Kooperation mit dem (Unternehmer-) Netzwerk Melle nach den Sommerferien gerne wöchentlich anbieten. Da wäre mehr Zuspruch schön gewesen, findet Carina Sander vom SFZ, aber die Pläne gäben sie deswegen keineswegs auf.

Keine menschenähnlichen Hilfskräfte

Immerhin haben an diesem heißen April-Freitag die drei Kids sichtbar Spaß. Für sie gilt es zunächst, den Roboter zusammenzubauen. Wer sich nicht auskennt: Hollywood-Vorstellungen sollte man löschen, um in der Programmiersprache zu bleiben, es werden keine menschenähnlichen Hilfskräfte zusammengeschraubt, sondern ein kleines Fahrzeug und zwar mit dem Lego-Bausatz „Mindstorm EV3“. Das sieht nur auf den ersten Blick aus wie das Spielzeug, das Mattis zuhause hat.

In der Education Edition muss der Nutzer es auch programmieren, sonst bewegt sich nichts, erklärt Lukas Freudenberg, der den Kurs mit Danuta Prasse leitet. Bis vor einem Jahr hat er selber noch an solchen SFZ-Kursen teilgenommen, nun gibt er sein Wissen als Tutor an andere weiter.

„Das Ziel ist nicht hardcoden“

Nach dem Bau gilt es, die Robos für eine Fahrt im Quadrat zu programmieren. Ist auch diese Übung geschafft, naht das Ziel: das Fahrzeug soll auf dem sogenannten Green Field eine verschlungene Strecke abfahren. Dazu muss es so programmiert werden, dass es die Route erkennt. In Lukas‘ Worten: „Das Ziel ist nicht hardcoden“, also einen Code zu schreiben, der exakt jede Bewegungsänderung vorgibt.

Und wer das schafft, kommt ja vielleicht nach den Sommerferien wieder und vertieft sein Wissen.


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