Ortsrat stimmt für Umbenennung Aus dem Festsaal soll das „Theater Melle“ werden

Von Kirsten Muck

Kennt den Festsaal wie kein anderer in Melle: Jürgen Osieka. Foto: Kirsten MuckKennt den Festsaal wie kein anderer in Melle: Jürgen Osieka. Foto: Kirsten Muck

Melle. „Theater Melle“ soll der städtische Festsaal künftig heißen. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Ortsrates Melle-Mitte in ihrer Sitzung am Montagabend die Umbenennung des Gebäudes. Nun ist der Rat an der Reihe: In der Sitzung am 13. Juni müssen nur noch die Ratsmitglieder zustimmen. Dann könnte die Umbenennung schon zur nächsten Spielzeit umgesetzt werden.

Es war ein gemeinsamer Antrag aller im Ortsrat vertretenen Fraktionen – CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und UWG – sowie eines fraktionslosen FDP-Ortsratsmitgliedes. Die einstimmige Beschlussfassung war daher keine Überraschung. Die Umbenennung halten die Mitglieder des Ortsrates für erforderlich, da der Name „irreführend“ sei, wie Jutta Dettmann (SPD) klarstellte. Handelt es sich bei dem Gebäude doch weniger um einen Festsaal, in dem rauschende Ballnächte oder Hochzeiten gefeiert werden, als um einen bestuhltes Theater. Vor allem bei auswärtigen Besuchern führt der Name oft zu Irritationen und Verwechselungen, wenn sie den Festsaal suchen.

Kurzer, knackiger Name

„Die Räumlichkeiten ähneln einem Theater“, sagte Dettmann. Örtliche Vereine und Bühnen nutzen den Saal für Theateraufführungen und sportliche sowie tänzerische Inszenierungen. Auch die Waldbühne Melle nutzt das Gebäude für ihre Aufführungen im Winter. Außerdem finden dort regelmäßig schulische Veranstaltungen wie Lesungen statt. Hinzu kommen Gastspiele verschiedener Tourneetheater, die vom Kulturring nach Melle eingeladen werden. Deshalb plädieren die Ortsratsmitglieder für den kurzen, knackigen Name „Theater Melle“.

Investitionen nötig

Malte Stakowski (CDU) appellierte für eine schnelle Entscheidung und lobte die gute Zusammenarbeit aller Politiker im Ortsrat zu diesem Thema. Reinhardt Wüstehube (Bündnis 90/ Die Grünen) mahnte in der Sitzung an, sich künftig verstärkt um die baulichen Gegebenheiten des Festsaals zu kümmern. „Hier muss investiert werden, nicht nur personell, sondern auch baulich“, sagte er. Damit sprach er jedoch ein Thema an, das die Ortsratsmitglieder und auch die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing schon auf ihrer Agenda haben. Denn die Spielstätte in der Innenstadt soll als Theater aufgewertet und zu einem Magneten für Kulturliebhaber werden.