Ansprechende Räume für Schwerstkranke Neue Palliativeinheit am Christlichen Klinikum eingeweiht

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Melle. Mit einer Feierstunde und der Segnung durch Generalvikar Theo Paul und Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren beging das Christliche Klinikum Melle die Einweihung seiner neuen Palliativeinheit. Rund 140 Besucher, unter ihnen viele Spender, folgten am Samstag der Einladung ins Foyer des Klinikums.

„Ohne Sie und Ihre finanzielle Zuwendung wäre die bauliche Erweiterung der Palliativeinheit nicht möglich gewesen“, machte Verwaltungsdirektor Christian Schedding deutlich. Bereits seit 2009 ist die Palliativmedizin nach dem Konzept von Spes Viva am Meller Klinikum etabliert. Begleitete das Palliativteam im ersten Jahr noch 27 schwerstkranke Patienten, so stieg der Bedarf in den folgenden Jahren bis auf 110 Patienten an. Schon 2014 kam deshalb der Wunsch nach einer Erweiterung auf.

Durch Spenden finanziert

Und mit diesem Wunsch stand das Klinikum nicht allein da: Die Erweiterung sei zu einem Meller Projekt geworden, freute sich Schedding über die breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Zahlreiche Einzelspenden, Benefizveranstaltungen und kreative Aktionen trugen dazu bei, die neue Palliativeinheit nach Plänen des Architekturbüros Leiwe zu verwirklichen: Die Kosten in Höhe von 271040 Euro konnten vollständig durch Spenden refinanziert werden.

Kompetentes Team

Doch Räumlichkeiten allein reichen nicht aus. Ein hochmotiviertes und kompetentes Team widmet sich deshalb unter der Leitung von Dr. Klaus Peter Spies den Patienten in ihrer schweren Lebensphase: „Die Palliativmedizin geht über die bloße Beschwerdelinderung und Symptomkontrolle hinaus“, erklärte Spies den Besuchern der Feierstunde, die sich aus Rücksicht auf die Patienten auf der Leinwand ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machten. Im Sinne einer intensiven, ganzheitlichen Betreuung geht die Palliativmedizin vielmehr ganz individuell auf die Bedürfnisse und Ressourcen des Patienten ein.

Spirituelle Begleitung

Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Sozialarbeiter und viele weitere Fachkräfte arbeiten zum Wohl der Patienten Hand in Hand. Eine psychologische Betreuung gehört ebenso dazu wie – auf Wunsch – die spirituelle Begleitung, die am Christlichen Klinikum in ökumenischer Verbundenheit erfolgt. „Die Palliativstation will einen Schutzraum für Körper, Geist und Seele bieten“, erklärte Superintendent Meyer-ten Thoren, der gemeinsam mit Generalvikar Theo Paul die Segnung der neuen Räumlichkeiten vornahm. Er kündigte zugleich an, dass im Juni die derzeit vakante Stelle der evangelischen Krankenhausseelsorge neu besetzt werde.

Zeit ist das kostbarste Gut

Grüße und Glückwünsche überbrachte zur Einweihung Prof. Dr. Winfried Hardinghaus als Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes und Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Niels-Stensen-Kliniken. „Es war und ist uns wichtig, im Team zu arbeiten“, stellte er heraus. Und in diesem Team ist Zeit für die Patienten das kostbarste Gut. Künftige Spendengelder werden deshalb nach Aussage von Christian Schedding in zusätzliches Personal investiert, um noch mehr Zeit für jeden einzelnen Patienten der Palliativeinheit zu haben.

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