Serie: Wie arbeiten Familienzentren Kompetente Unterstützung am Schürenkamp in Melle

Von Marita Kammeier

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Über Beratungs- und Unterstützungsangebote in den vier Meller Familienzentren informieren Ute Paul, Kerstin Welkener, Kim Rittinghaus und Ulrike Eickmeyer (von links). Foto: Marita KammeierÜber Beratungs- und Unterstützungsangebote in den vier Meller Familienzentren informieren Ute Paul, Kerstin Welkener, Kim Rittinghaus und Ulrike Eickmeyer (von links). Foto: Marita Kammeier

Melle. Familienzentren sind offen für alle: Hier erhalten Eltern Information und kompetente Unterstützung, tauschen im offenen Café Erfahrungen aus und knüpfen hilfreiche Netzwerke. In unserer neuen Serie stellen wir die Aufgaben und unterschiedlichen Angebote der vier Einrichtungen im Stadtgebiet vor.

Seit 2012 fördert der Landkreis Osnabrück den Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren. Die Gründe dafür sind eine neue Elternrolle in einer Welt, die sich immer schneller verändert und daher hohe Anforderungen an Leistung, Bildung und Erziehung stellt. Oft fehlen in den Familien Strukturen, weil beide Eltern unter Zeitdruck arbeiten oder ein Elternpart die alleinige Erziehung übernimmt.

Zielgruppe: Eltern

Die Zielgruppen für diese Häuser sind vorrangig Eltern von Beginn der Schwangerschaft an bis zur Begleitung von Kindern bis zum zehnten Lebensjahr. Neben dem Landkreis Osnabrück und der Stadt Melle unterstützen zwei kirchliche und zwei freie Träger die Einrichtungen: die Katholische Kirche, die Evangelische Kirche, die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück gGmbH sowie das Kinderhaus Melle-Buer.

Familienzentren sind als Orte der Begegnung, Beratung und Begleitung offen für alle und nah dran an den Eltern.“ So beschreibt Ulrike Eickmeyer, Leiterin des Familienzentrums St. Marien, Am Schürenkamp, die zentralen Aufgaben und fügt hinzu: „Geht es den Eltern gut, dann wirkt sich das auf die Kinder aus, denn das Elternhaus hat laut Statistik mit einem Anteil von 70 Prozent den größten Einfluss.“

„Einfach mal reingehen und schauen, was machen die dort, und welche Angebote gibt es“, empfahl Kim Rittinghaus. Die Leiterin vom Montessori Familienzentrum in Neuenkirchen wies auf die Netzwerkarbeit in regelmäßigen Gremien hin. „Wir fragen nach den Wünschen und orientieren uns am Bedarf der Eltern.“

Vier Einrichtungen

Die vier Einrichtungen im Stadtgebiet bieten ein vielfältiges Programm an, zum Beispiel mit Fachvorträgen wie „Wiedereinstieg in den Beruf“ oder „Wege aus der Brüllfalle“. Von der Hebammen- und Impfberatung bis zu regelmäßigen Treffen in Eltern-Kind-Gruppen, dem Vater-Kind-Frühstück und dem wöchentlichen Elterncafé gibt es hilfreiche Unterstützung.

„Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu den Kindergärten und Kitas“, erläuterte Ute Paul als Leiterin des Kinderhauses Buer. Familienzentren arbeiten präventiv und organisieren Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie Schulen, Jugendzentren und -ämtern, Sportvereinen und Familienbüros. „Vertrauen aufbauen und kurze Wege nutzen“, schilderte die Erzieherin bewährte Arbeitsweisen.

„Eltern den Rücken stärken, in Kursen Bildungs- und Erziehungskompetenz sowie Selbstbewusstsein aufbauen“, meinte Kerstin Welkener, Koordinatorin des Evangelischen Familienzentrums. „Wir sind offen für alle Menschen, unabhängig von Konfession und Nationalität.“

Angebote für Familien

Dem stimmten alle Vertreterinnen der Familienzentren zu. Wichtig seien außerdem Angebote für Familien wie gemeinsame Ausflüge und Feste sowie kostenfreie Unterstützung in unterschiedlichen Situationen.


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