Ev. Jugend stellt Arbeit vor Jugend meldet sich in Melle lautstark zu Wort

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Die Jugend stand im Fokus beim Kirchenkreistag. Juliane Knepper, Inga Müller, Henning Enge, Jan Erik Böhm, Juliana Lemke, Tobias Patzwald und Sina Klöver (von links) stellten die Jugendarbeit im Kirchenkreis vor. Foto: Simone GraweDie Jugend stand im Fokus beim Kirchenkreistag. Juliane Knepper, Inga Müller, Henning Enge, Jan Erik Böhm, Juliana Lemke, Tobias Patzwald und Sina Klöver (von links) stellten die Jugendarbeit im Kirchenkreis vor. Foto: Simone Grawe

Melle. Die Jugend soll künftig im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte mehr Gehör finden und in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Auf diese Marschrichtung einigten sich die Teilnehmer der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages, nachdem die Kirchenkreisjugendwarte Henning Enge und Sina Klöver, Kirchenkreisjugendpastor Tobias Patzwald sowie die Jugendlichen Jan Erik Böhm, Inga Müller, Juliane Knepper und Juliana Lemke die Jugendarbeit im Kirchenkreis vorgestellt hatten.

Schwerpunkte setzen

„Lautstark“: Unter diesem aktuellen Motto des Jugendcamps hieß Vorsitzender Eckhard Kallert die Jugendlichen während der Sitzung im Gemeindehaus in Hoyel willkommen. Es sei wichtig, dass sich die Jugend beim Kirchenkreistag zu Worte melde, denn „ohne die Jugend schafft sich die Kirche selbst ab, denn die Jugend ist unsere Zukunft“, betonte Kallert.

Gemeinschaft pflegen

„Die evangelische Jugend ist mehr als Jugend, wir möchten eigene Schwerpunkte setzen, Gemeinschaft pflegen und uns in gesellschaftliche Themen einmischen. Uns eint Interesse an Gott und die Bereitschaft, über den Glauben nachzudenken. Das sind die Fundamente unserer Arbeit“, äußerte sich die Gruppe. Deren Engagement reicht von Freizeiten und Jugendcamps über Konfi-Events in vielen Gemeinden, Jugendtreffs, Kinder- und Jugendgruppen. Weitere Schwerpunkte sind Juleika-Kurse, Andacht-Seminare, Jugendgottesdienste, die Kooperation mit Schulen, Aus- und Fortbildungen und die Begleitung von Konfirmanden.

Um dies alles leisten zu können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, so zum Beispiel verlässliche Ansprechpartner aus den Reihen der Hauptamtlichen, Gemeindehäuser mit W-Lan-Ausstattung und eine Unterstützung bei der Mobilität: „Wir möchten, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird“, erklärte einer der Jugendlichen; eine Forderung, die die uneingeschränkte Zustimmung der Versammlung fand.

Nicht bespaßt werden

„Diese Jugendlichen wollen nicht bespaßt werden, sie wollen mitarbeiten und sich in das Gemeindeleben einbringen. Sie übernehmen Verantwortung und sind in den Gemeinden aktiv. Dazu brauchen sie verlässliche Ansprechpartner, gute Räumlichkeiten und Unterstützung bei der Mobilität“, fasste Henning Enge zusammen.

Denn: Die klassische Jugendgruppe gibt es nicht mehr; die Kirche steht in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen, die auch um Jugendliche bemühen.

„Ihr Vortrag, wie sich die Zukunft der Jugend entwickeln soll, hat mich angesprochen“, sagte Hans-Georg Meyer ten Thoren. Der Superintendent schlug vor, zwei Jugendliche an den Sitzungen des Kirchenkreistages zu beteiligen. Dies fand die einhellige Zustimmung der Teilnehmer.

Neuer Ausschuss

Gleichzeitig beschloss das Gremium, einen Ausschuss zur Begleitung des Projektes Kirche und Schule (jes: jung, evangelisch, sozial) einzurichten. Er berät über die inhaltliche Ausgestaltung des Projektes und ist Ansprechpartner für den Mitarbeiter des Kirchenkreises, der das Projekt koordiniert. Der Ausschuss entscheidet über die Vergabe von Zuschüssen an Kirchengemeinden, die ein FSJ in Kooperation zwischen Kirche und Schule durchführen wollen.


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