Blumenstrauß für die Lehrerin Nach 50 Jahren: Klassentreffen in Gesmold mit Charme

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Nach 50 Jahren traf sich der Abschlussjahrgang 1968 der Volksschule Gesmold wieder. Foto: VeranstalterNach 50 Jahren traf sich der Abschlussjahrgang 1968 der Volksschule Gesmold wieder. Foto: Veranstalter

pm Gesmold. Zum 50. Klassentreffen des Abschlussjahrgangs 1968 der Volksschule Gesmold trafen sich kürzlich 24 damalige Schüler, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern.

In geselliger Runde in der Gaststätte Witte-Hüdepohl tauschten die ehemaligen Klassenkameraden Erinnerungen aus und erneuerten ihre Bekanntschaft.

In Schönschrift eine Fünf

Als besonderer Gast war die frühere Klassenlehrerin Theresia Lippold eingeladen.

Nach der Begrüßung kam man schnell ins Gespräch über die damalige Schulzeit, aber auch über Entwicklungen und das Leben seitdem. Viele der Klassenkameraden haben keinen regelmäßigen Kontakt mehr zueinander und freuten sich deshalb umso mehr, alte Freunde und Bekannte wieder zu sehen. Auch von den Fehlenden kamen Grüße an die ehemaligen Mitschüler.

Schnell tauschten sich die ehemaligen Klassenkameraden aus. „Frau Lippold war ja nett, aber in Schönschrift hat sie mir eine Fünf gegeben“, erinnerte sich Werner Gelhot. Woraufhin die lachende Ergänzung eines Mitschülers folgte: „Und da hatte sie vollkommen recht. Das hat das Abschreiben in den Arbeiten fast unmöglich gemacht!“

Auch an einige Aktionen, an denen sie beteiligt waren, erinnerten sich die Schüler. So hatte eine Gruppe von begeisterten Anhängern der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ versucht, bestimmte Szenarien der Serie nachzuahmen – leider gingen dabei eine Reihe von Schirmen zu Bruch. Und das Auto eines Lehrers auf einem kleinen Mäuerchen „zu parken“, gehörte ebenfalls zu den eher ungewöhnlichen Unternehmungen.

„Wir hatten damals auf jeden Fall noch keinen Schulstress.“ Sie seien ganz normale Kinder gewesen, ergänzte Friedhelm Pfeiffer, mit manchmal einer Menge Unsinn im Kopf.

Erfolgreich im Beruf

Theodor Vossel erinnerte sich, dass es damals erst gar nicht so einfach war, als das Fräulein Hörnschemeyer heiratete und sich damit auch der Name änderte. „Es hat ein wenig gedauert, bis wir nur noch Frau Lippold gesagt haben“, berichtet er lachend. Josef Arling erklärte, dass viele ja auf einen einfachen Volksschulabschluss herabblicken würden. Aber aus seinem Jahrgang hätten nicht nur eine Reihe Schüler den zweiten Bildungsweg erfolgreich absolviert, sondern seien im späteren Leben erfolgreich in ihrem Beruf gewesen.

Bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, richtete Friedhelm Pfeiffer noch einige Worte an die versammelten Jubilare. Er freue sich sehr, dass so viele erschienen seien und betonte, dass sie ein wirklich guter Jahrgang seien. Daraufhin erhielt er lachende Zustimmung. Er begrüßte noch einmal Frau Lippold und dankte ihr für ihr Kommen. Als kleines Dankeschön ihrer ehemaligen Schüler überreichte ihr Brigitte Niederwetberg einen Blumenstrauß. Erfreut nahm Frau Lippold das Geschenk an, jetzt habe sie direkt schon eine schöne Osterdeko, lachte sie. Im Anschluss ging der gesellige Abend mit einem reichhaltigen Essen weiter. Spätestens zum 60. Jubiläum ist ein weiteres Klassentreffen geplant.


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