„Es rettet die Tiere immer wieder“ Meller Vereine sind auf Futterspenden angewiesen

Von Christina Wiesmann


Riemsloh/Melle. In einigen Supermärkten im Grönegau stehen Boxen, in denen das Tierheim Melle und die Tierhilfe Melle Futterspenden entgegennehmen. Die beiden gemeinnützigen Vereine aus dem Grönegau, die sich um Fund- und Abgabetiere und deren Vermittlung kümmern, freuen sich über jede Futterspende, die damit den Weg zu ihnen und den Tieren findet.

Eine ganz neue Box haben die Verantwortlichen vom Tierheim Melle im Westerhausener NP-Markt aufgestellt. „Mit unserem neuen Logo passt die Box gut in den neuen NP“, freut sich Panela Opitz, die beim Tierheim Melle für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Auch Jana Feistel, die NP-Marktverantwortliche, findet die neue und modern gestaltete Futterspendenbox sehr gelungen, die sich mit dem modernen Design gut in den Eingangsbereich einfügt.

„Kitten-Futter“ gefragt

Was genau können tierliebe Meller in die Spendenboxen werfen?

„Wir benötigen vermehrt Dosenfutter und auch Trockenfutter für Katzen, denn Katzen machen den Großteil unserer Fundtiere aus“, sagt Charlotte Bockrath-Regel, die Vorsitzende des Meller Tierheims.

Aber auch Hundefutter, Leckerchen und Snacks für Katzen und Hunde kommen an. „Wir sind dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, die Boxen aufstellen zu dürfen“, sagt die Vorsitzende. Panela Opitz ergänzt: „Wir sind einfach als Verein darauf angewiesen und es rettet die Tiere immer wieder.“

Auch die Tierhilfe Melle hat an verschiedenen Standorten Futterspendenboxen aufgestellt. Gabi Lampe, Vorsitzende der Tierhilfe Melle, freut sich, dass besonders die eigens vom Edeka angefertigte Box aus Holz im Gerdener E-Center gut ankommt. „Wir leeren sie einmal in der Woche, das ist wirklich ganz, ganz toll und wird sehr gut angenommen“, zieht Lampe ein durchweg positives Fazit. Auch die Tierhilfe benötigt überwiegend Katzenfutter und vereinzelt Hundefutter.

Ab Juni etwa, wenn es wieder viel Katzennachwuchs gibt, benötigen sowohl die Tierhilfe als auch das Tierheim Melle vermehrt „Kitten-Futter“, also Futter für die Katzenkinder.

Charlotte Bockrath-Regel weist darauf hin, dass einige auch das Tierheim Melle an der Riemsloher Europastraße (Informationen und Anfahrt unter www.tierheim-melle.de) als Anlaufstelle für Futterspenden nutzen: „Das ist natürlich auch immer möglich.“

Als Mülleimer benutzt

Auch bei der Tierhilfe Melle am Altenmeller Römerweg (Informationen und Anfahrt unter www.tierhilfe-melle.de) finden Gabi Lampe und ihr Mann Michael immer mal wieder Futterspenden vor der Tür. „Wir haben das schon vereinzelt, was uns natürlich immer sehr freut.“

Leider werden die Boxen der beiden Vereine, die in den Meller Geschäften stehen, auch vereinzelt als Mülleimer benutzt. An „ein angekautes Brötchen und anderen Müll“ erinnert sich Gabi Lampe.

Charlotte Bockrath-Regel graust es, wenn sie an „vergammeltes Brot oder eine halbvolle und angeschimmelte Dose Erbseneintopf“ zurückdenkt. „Das ist ärgerlich“, findet sie, „und es hat mit Tierliebe so gar nichts zu.“


Boxen für Futterspenden für das Tierheim Melle gibt es bei Fressnapf, Hagebaumarkt und Combi – alle drei in Melle; im NP-Markt in Melle-Westerhausen sowie bei Edeka Wonradk Poppe in Hilter und im E-Center Stöckel in Dissen.

Futterspendenboxen für die Tierhilfe Melle finden sich im E-Center im Industriegebiet in Melle-Gerden, in der Q1-Tankstelle in Melle-Buer und im Jibi-Markt in Melle-Riemsloh.

Beide Vereine nehmen Futterspenden zudem an ihren Stützpunkten entgegen.