Trendwende gegenüber Vorjahr Weniger Gewalt gegen Meller Polizisten

Von Simone Grawe

Gewalt gegen Polizisten: Das bekommen auch die Beamten der Meller Polizei zu spüren. Symbolfoto: Michael GründelGewalt gegen Polizisten: Das bekommen auch die Beamten der Meller Polizei zu spüren. Symbolfoto: Michael Gründel

Melle. „Gewalt gegen Polizisten nimmt weiter zu“: So titelte das Meller Kreisblatt im vergangenen Jahr, als Polizeichefin Christiane Kanellopoulus-Bollrath und der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Peter Kleinfeld, die Kriminalstatistik für das Jahr 2016 vorlegten.

Dieser Trend hat sich zum Glück im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt. So sank die Zahl der Widerstände gegen Beamte von 16 auf 13: „Das ist immer noch deutlich zu hoch, aber immerhin eine Trendwende gegenüber dem Vorjahr“, äußerte sich Peter Kleinfeld.

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten im Bereich Melle, Bissendorf und Belm rückläufig. Das bestätigt auch ein Blick auf die Fahrraddiebstähle und auf die Vermögens- und Fälschungsdelikte.

So pendelt sich die Zahl der gestohlenen Drahtesel zwischen 140 und 150 ein, wobei sich die Aufklärungsrate von zwölf auf 14 Prozent erhöht hat, berichtete Peter Kleinfeld. Die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte sank auf immerhin 170 Fälle von 571 auf 401 im vergangenen Jahr, was einem Minus von 30 Prozent entspricht. Drei Viertel der Fälle konnten aufgeklärt werden.

Die Fälle von Urkundenfälschung, die sich von 23 auf 39 erhöhten, hob der Ermittlungsleiter besonders hervor: „Hier haben wir es häufig mit Bürgern aus Moldawien zu tun, die mit gefälschten rumänischen Pässen versuchen, hier bei uns in Deutschland Arbeit zu finden“, bemerkte Kleinfeld im Hinblick auf das EU-Recht.

Gesunken ist nach Auskunft von Peter Kleinfeld auch die Zahl der Sachbeschädigungen, die von 341 auf 268 Fälle zurückging. Weniger erfreulich: Lediglich 27 Prozent konnten aufgeklärt werden; im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bis 40 Prozent.