BBS-Fachschulen engagieren sich Laga: „Farben des Lebens“ aus Melle

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„Farben des Lebens“ symbolisieren auf dem Kirchengelände der Landesgartenschau solche Stelen, die gestern von jungen Leuten der BBS Melle aufgestellt wurden. Allerdinsg wartetetn sie mitttags noch auf den Flüssigbeton für die 49 Fundamente, weil sich die Betonlieferung verzögert hatte. Foto: Christoph Franken„Farben des Lebens“ symbolisieren auf dem Kirchengelände der Landesgartenschau solche Stelen, die gestern von jungen Leuten der BBS Melle aufgestellt wurden. Allerdinsg wartetetn sie mitttags noch auf den Flüssigbeton für die 49 Fundamente, weil sich die Betonlieferung verzögert hatte. Foto: Christoph Franken

Melle/ Bad IburgAm 18. April öffnet die Landesgartenschau (Laga) in Bad Iburg. Rund 500.000 Besucher werden erwartet und die können sich dann auch über pfiffige Ausstellungsbeiträge junger Leute aus Melle freuen.

Die Idee dazu kam von Pastoralreferent Michael Göcking. Der katholische Beauftragte für die Landesgartenschau hatte zuvor 27 Jahre lang an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Melle unterrichtet. „Da habe ich einfach gefragt, ob uns Fachklassen unterstützen können und die beiden Lehrer Gerhard Schengber und Daniela Dengler-Bensmann waren sofort Feuer und Flamme“, berichtete Göcking.

49 Stelen gebaut

49 junge Leute der Fachschule Sozialpädagogik machten daraus ein dreimonatiges Kunstprojekt und verwirklichten dabei das Laga-Kirchenmotto „Farben des Lebens“. Dabei entstanden 49 Stelen. „Jeder hat seine Stele aus Gips, Lehm, Styropor und Draht gestaltet und sie anschließend mit einer Betonschicht überzogen und in den Motto-Farben bemalt“, erklärte Fachschülerin Laura (19). Am Donnerstag wurden die Stelen auf dem Teil des Laga-Geländes aufgestellt, das von der evangelischen und katholischen Kirche gestaltet wird. Es handelt sich dabei um ein Areal in hervorragender Lage, denn es grenzt unmittbar an den 32 Meter hohen markanten Aufstiegsturm zum Baumwipfelpfad. Der Turm dürfte zum Wahrzeichen der Landesausstellung werden.

Gemeinsamer Etat

„Wir sind hier ökumenisch ausgerichtet“, betonte Göcking. Er ist auf katholischer Seite ebenso hauptamtlicher Laga-Beauftragter wie von evangelischer Seite Pastorin Petra Rauchfleisch. Es gibt einen gemeinsamen Etat beider Kirchen von 100.000 Euro.

Gerhard Schengber und Daniela Dengler-Bensmann freuten sich über den gelungenen Abschluss des Projekts, das gestern mit dem „Einpflanzen“ der Stelen in vorbereitete Bohrlöcher endete. „Die Schülerinnen und Schüler haben von Januar bis März daran gearbeitet und hoffen nun, dass sie den Besuchern der Laga damit eine Freude machen“, sagten die beiden Lehrer.

Pavillon gebaut

Gleich nebenan steht ein verzinkter Pavillon. „Den haben die Metallbautechniker der BBS unter der Leitung von Dirk Greger entworfen, konstruiert, statisch berechnet und gebaut“, erklärte Göcking. Entstanden ist so wie gewünscht ein multifunktionaler Raum, der als Stau- und Aufenthaltsraum genutzt wird.

Für Andachten

Zwischen dem Standort der 49 Stelen und dem Pavillon schmiegt sich eine Holzterrasse auf Stelzen in den Wald hinein, über dessen Wipfeln der Baumpfad verläuft. „Den haben wir wegen der Statiknachweise von einem professionellen Tischlerbetrieb bauen lassen“, sagte Göcking. Die Plattform mit dem Wald als Hintergrund werde für Andachten, Veranstaltungen und Konzerte genutzt (siehe auch Seite 19).


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