Acht Stunden „Neue Musik“ Willem Schulz mit chinesischen Musikern

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Freie Improvisationen und Inszenierungen präsentiert Saxofonistin Fanja Raum. Foto: Cooperativa Neue MusikFreie Improvisationen und Inszenierungen präsentiert Saxofonistin Fanja Raum. Foto: Cooperativa Neue Musik

pm/nw Bielefeld. Am Samstag, 7. April, von 16 bis 24 Uhr findet erneut „Eine Lange Nacht Musik“ in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld mit aktuellen Beiträgen der Neuen Musik statt.

Acht Stunden lang spielen Expertinnen und Experten der Neuen Musik in Solo-, Duo- und Ensemble-Formationen Programme von 30 bis 40 Minuten Länge mit anschließenden Publikumsgesprächen, moderiert von Anna Bella Eschengerd. Jeweils nach zwei Konzerten gibt es eine längere Pause zur Entspannung und Kommunikation, in der auch ein Imbiss angeboten wird.

Insgesamt werden in der Langen Nacht sieben Konzerte präsentiert: Um 16 Uhr spielt die Akkordeonistin Mirjana Petercol aus Wiesbaden die minimalen Kompositionen zu den zwölf Tierkreiszeichen von Karlheinz Stockhausen (1928 bis 2007) im Wechsel mit ausgewählten Werken des Barockkomponisten Johann Abraham Schmierer (1661 bis 1719) zur selben Thematik.

Der Bielefelder Gitarrist und Schlagzeuger Reinhold Westerheide schließt um 17 Uhr an mit Werken für Gitarre und Zuspielbändern von Steve Reich, Mike Starobin sowie einem eigenen Werk. Um 18.30 Uhr inszeniert die junge Kölner Saxofonistin Fanja Raum den Raum mit neuen Stücken für Sopran- und Altsaxofon solo von Ehsan Khatibi, François Rossé und Willem Schulz wie auch mit freien Improvisationen.

Klanggedichte

Carsten Schneider aus Berlin schließt um 19.30 Uhr an. Er ist Klang-Minimalist und Hörpspielpreisträger 2017. In feinster Art dekonstruiert er den Deutschlandfunk und setzt ihn nach künstlerischen Gesichtspunkten penibel neu zusammen. Aus dem Atem der Sprecher eines Tages oder aus Gefahrenmeldungen eines ganzen Jahres entstehen neue Hörstücke und Klanggedichte.

Werk mit dem Titel „5 Seen“ aus der Taufe gehoben. Es ist geschrieben für die chinesischen Instrumente Guzheng und Sanxian sowie für chinesischen Gesang, in Dialog gebracht mit der Besetzung eines Neue-Musik-Ensembles mit zwei Sängerinnen, Klarinette, Violoncello, Klavier, Monochord, Fragmentrecordings und Electronic. Die 35-minütige Raum-Komposition ist ein Auftragswerk des Landesmusikrates NRW an Xu Fengxia und Willem Schulz. Die Uraufführung dieser Co-Komposition realisieren die Komponisten zusammen mit dem Cooperativa Ensemble aus Bielefeld.

Raum-Kompositionen

Um 21 Uhr wird das neue

Um 22.15 Uhr tritt das Kölner Projekt „Strom“ mit Angelika Sheridan und Frank Niehusmann auf. Mit diversen Querflöten und Live-Elektronik kreieren sie ungemein rhythmische und spektrale Klanggebilde, mit denen sie auch auf ihrer jüngst veröffentlichten CD Furore machten. Den Abschluss um 23.15 Uhr bildet der bekannte Berliner Pianist Jan Gerdes. Sein Thema sind „Nachtstücke“ – ein Programm mit Klaviermusik von Salvatore Sciarrino, Robert Schumann und George Crumb.

„Eine Lange Nacht Musik“ wird gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung und dem Kulturamt Bielefeld. Die Cooperativa Neue Musik Bielefeld, deren Vorsitzender der Meller Komponist Willem Schulz seit vielen Jahren ist, hat seit 1989 zahlreiche Konzerte, Jour-fixe-Workshops, das Festival „Diagonale“ oder die „Bielefelder Schwärme“ zum Kulturleben beigesteuert.

Der Eintritt kostet 20 Euro, im Vorverkauf in der Tourist-Information 15 Euro


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