DPD auf Wachstumskurs Depot 149: Drehscheibe der Logistik in Melle

Von Marita Kammeier

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Gesmold. In rasanter Schnelligkeit sausen täglich 150 000 Pakete im DPD-Depot 149 in Gesmold über die Förderbänder. Das Sortieren und Scannen dauert nur zwei bis drei Minuten. Bereits am nächsten Tag freuen sich die Empfänger in Flensburg, München oder Wien über die zeitnahe Zustellung.

Der Paketversand boomt, weil immer mehr Menschen online einkaufen. Das Depot 149 - die eins steht als Symbol für Deutschland, und die 49 kennzeichnet die Postleitzahl – gehört zu den modernsten Logistikzentren in Europa.

DPD im Gesmolder Gewerbepark - das ist ein beeindruckender Gebäudekomplex auf einer Gesamtfläche von 72 700 Quadratmetern. Hier arbeiten 480 Beschäftigte, inklusive Zusteller und 16 Auszubildende.

Das im Jahr 2007 errichtete Paketverteilzentrum ist eines der größten von 78 Depots in Deutschland. Daher hat es auch eine wichtige Rolle im europäischen Netzwerk der internationalen DPD-Gruppe, die zum französischen Unternehmen GeoPost S.A. gehört.

Auf Wachstumskurs

Die Firmenzentralen in Aschaffenburg und Paris verkünden mit 7,7 Prozent Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Wachstum in Deutschland. Die internationale DPD-Gruppe legte dagegen um 11 Prozent zu. Das hat Auswirkungen auf Investitionen mit neuen Standorten in Deutschland sowie die Entwicklung digital gesteuerter Produkte und Services.

„Wir sind führend beim digitalen Service. Der Empfänger erhält per SMS oder Mail eine zuverlässige Zustellprognose, die auf eine Stunde exakt ist. Die neue mit mehreren Preisen ausgezeichnete DPD-App verzeichnet bereits mehr als eine Million Downloads“, erläuterte Volker Scholz, Niederlassungsleiter im Gesmolder Werk. Privatkunden verfolgen den Weg des Paketes dann direkt in der App oder auf paketnavigator.de.

„Knochenharter Job“

„Es hört sich so einfach an, mal eben ein Paket nach Eckernförde oder Prag zu bringen. Doch es ist ein knochenharter Job.“ Daher lautet die dringende Bitte des Depotchefs: „Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Paketzusteller zeigen, denn sie leiden unter dem negativen Image ihres Berufsstandes.“

Täglich werden von Melle in mehr als hundert Direktverkehren Standorte von DPD überall in Deutschland angefahren. Außerdem liefern die Fahrzeuge Pakete in 14 europäische Länder, darunter Malmö in Schweden, Barcelona/Spanien, Birmingham/ England und Budapest/Ungarn.

8000 Meter Förderband

Unterwegs im Depot 149: In der Kommandozentrale, der Fachbegriff lautet Leitstelle, hat Jens Riedemann die gesamte Anlage im Blick. Das sind 120 Förderbänder mit einer Gesamtlänge von mehr als 8 000 Metern. Konzentriert beobachtet der Experte die Wege und Stationen der Pakete, aufgezeichnet von 500 Videokameras. „Bei Staus oder Umstellungen schalte ich mich sofort ein.“

Während Benjamin Krebs in der Expressabteilung für die zeitnahe Zustellung sorgt, erklärt Marc Hobelmann eine Station weiter die Identifikationsprüfung: „Der Code wird gescannt, um ein neues für die Anlage lesbares Label zu erstellen.“

So automatisch gesteuert erreichen die Pakete zielgenau das Hallentor, hinter dem schon die hellen Lieferwagen der DPD-Flotte warten. Ist der Laderaum dann mit den Sendungen gefüllt, starten die Fahrer zu ihren jeweiligen Touren.


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