Landidylle und Schlagerhits Waldbühne Melle probt für die Sommersaison

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Melle. Willkommen auf dem Hühnerhof: Das Federvieh gackert und kreischt aufgeregt durcheinander, während wenig später Schlagerhits aus den 70-Jahren aus den Lautsprechern dröhnt: Die Proben für die Sommersaison der Waldbühne Melle haben begonnen.

Das lautstarke Gegackere des aufgebrachten Hünerhaufens ist weithin zu hören: „Denkt an eure Haltung: Ihr müsst euch bewegen wie die Hühner, und denkt an eure Kopfbedeckung“. Regisseur Andreas Pöhler gibt präzise Anweisungen, die die Darsteller an diesem Probenabend sehr zu seiner Zufriedenheit umsetzen: „Das war ganz hervorragend heute, eine ganz tolle Probe, ich freue mich“, ruft er dem Ensemble zu, das an diesem Abend erstmals in die original Kostüme hineingeschlüpft ist, um die tierischen Gestalten zu verkörpern.

Willkommen auf dem Hühnerhof. Hier treffen mehrere Hühner und ein Huhn, das sich für eine Taube hält, frisch geschlüpfte Küken und ein altersschwacher Hofhund aufeinander. Diese skurrile Landidylle wird eines Tages gestört, als zwei Brieftauben auf dem Hof notlanden und die Belegschaft aus Hühnern, Gänsen und weiteren Hoftieren vor dem Fuchs Freddy warnen. Hofhund Leo hat seine besten Tage hinter sich und jagt wahrlich niemanden mehr Angst ein – schon gar keinem gerissenen Fuchs. Was also tun, um Freddy fernzuhalten?

Viele Kinderaktionen

„Mordskrawall im Hühnerstall“: So lautet der Titel des Kinderstücks, das die Waldbühne ab 13. Mai auf die Bühne bringt. Kein klassisches Kinderstück, sondern es soll in diesem Sommer mal etwas anderes sein, findet Andreas Pöhler: „Ich habe es gelesen und sofort gedacht: Das will ich machen“, sagt der Regisseur über das „tierisch witzige Stück“.

Ein großer Hühnerstall, ein Misthaufen, eine Hundehütte: Mehr braucht die Ausstattung nicht. So spartanisch das Bühnenbild, umso lebhafter die Handlung: Überall gurrt und gackert es, und um den schlauen Fuchs zu vertreiben, holen sich die Darsteller kurzerhand die Kinder im Publikum zur Hilfe. Die Proben laufen gut; die Darsteller haben die Texte drauf: „Dieses Mal haben wir ganz viele Kinderaktionen, echt cool, es kommen Rasseln und andere Instrumente zum Einsatz“, frohlockt Pöhler. Daneben bietet das Stück für mehrere Generationen aber auch eine Portion Erwachsenenhumor: „Absolut generationsübergreifend“, betont der Regisseur mit Blick auf das angesprochene Publikum und die Altersspanne der Darsteller, die von fünf bis 71 reicht.

Fiesta Mexicana

Die Hühner, Hunde und Küken haben ihre Kostüme ausgezogen, und somit kann sich das Spielerhaus in den Meller Bergen in ein Paradies für Schlagerfans verwandeln: Zwischen Prilblumen und Lavalampen probt „Familie Spengler“, eine ganz normale urdeutsche Familie aus den 1970-ern, für das Musical „Schlager lügen nicht“. Die musikalische Zeitreise führt in die Klischeekiste der 70-er Jahre, bei der die Hitparade und ein Gewinnspiel im Fokus stehen.

Für das Abendstück, das am 26. Mai Premiere feiert, führt Detlev Schmidt Regie – ein neues Gesicht: „Ich bin bei der jüngsten Tagung des Verbandes deutscher Freilichtbühnen angesprochen worden, ob ich grundsätzlich in Melle arbeiten möchte, und ich habe Ja gesagt“, erklärt der 63-Jährige, der auf eine über 30-jährige Theatertätigkeit zurückblicken an. Gemeinsam mit dem Vorstand der Waldbühne habe man sich auf „Schlager lügen nicht“ als Abendstück geeinigt: „Die Gesangsproben haben mich überzeugt. Was das Ensemble macht, ist ganz hervorragend. Wir gehen offen miteinander um, wichtig ist der gegenseitige Respekt“.

Proben ohne Regisseur

Drei bis viermal in der Woche reist Schmidt aus Petershagen an, darüber hinaus probt das Ensemble auch ohne den Regisseur.

„Schlager lügen nicht“: Das ist eine humorvolle Geschichte um Liebe und Eifersucht mit Ohrwurmgarantie: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, „Im Wagen vor mir“ oder „Das schöne Mädchen von Seite eins“ und „Fiesta Mexicana“: Mitsingen ist erlaubt.

„Das Stück ist nicht so textlastig, es lebt vom Singen, spielen, tanzen und viel Bewegung“, meint Detlev Schmidt: „Das Stück ist an mehreren Bühnen mit Erfolg gelaufen, und wir hoffen natürlich, dass die Hütte voll wird.“

Schmidt und Pöhler haben sich von Anfang verstanden. Beide schätzen das Engagement, die Begeisterung und die Professionalität des Ensembles: „Der Zuschauer hat es verdient, ein gutes Stück zu sehen“, versichert Andreas Pöhler.


„Mordskrawall im Hühnerstall“

Spieltermine:

Sonntag, 13. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 20. Mai, 16 Uhr

Montag, 21. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 27. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 3. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 10. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 17. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 24. Juni, 16 Uhr

Montag, 25. Juni, 10 Uhr

Dienstag, 26. Juni, 10 Uhr

Sonntag, 1. Juli, 16 Uhr

Sonntag, 8. Juli, 16 Uhr

Sonntag, 15. Juli, 16 Uhr

Spielpause

Sonntag, 5. August, 16 Uhr

Sonntag, 12. August, 16 Uhr

Sonntag, 19. August, 16 Uhr

„Schlager lügen nicht“

Sonntag, 13. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 20. Mai, 16 Uhr

Montag, 21. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 27. Mai, 16 Uhr

Sonntag, 3. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 10. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 17. Juni, 16 Uhr

Sonntag, 24. Juni, 16 Uhr

Montag, 25. Juni, 10 Uhr

Dienstag, 26. Juni, 10 Uhr

Sonntag, 1. Juli, 16 Uhr

Sonntag, 8. Juli, 16 Uhr

Sonntag, 15. Juli, 16 Uhr

Spielpause

Sonntag, 5. August, 16 Uhr

Sonntag, 12. August, 16 Uhr

Sonntag, 19. August, 16 Uhr

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