„Ein zehntes Mal auf jeden Fall machen“ Rückblick auf vergangene Schürzenjäger-Konzerte in Melle

Von Christina Wiesmann

Blicken auf einige turbulente Ereignisse zurück: Herbert und Petra Schürmann. Foto: Christina WiesmannBlicken auf einige turbulente Ereignisse zurück: Herbert und Petra Schürmann. Foto: Christina Wiesmann

Bruchmühlen. Wenn die Schürzenjäger einmal im Jahr nach Melle kommen, ist das Herbert und Petra Schürmann zu verdanken. Am 14. April kommt die Band zu ihrem neunten Konzert in den Grönegau – Zeit für einen kleinen Rückblick an die mitunter turbulenten Ereignisse aus vergangenen Tagen.

Die Augen von Petra und Herbert Schürmann strahlen. Sie sind mitten in den Vorbereitungen für das Konzert, dass in wenigen Wochen stattfinden wird. Die beiden Bruchmühlener organisieren die Schürzenjäger-Auftritte im Grönegau. „Jedes Konzert ist anders“, blickt Herbert Schürmann zurück.

In den vergangenen Jahren haben die Schürmanns einiges erlebt. So musste das Konzert 2016 um eine Stunde vorgezogen werden, weil Bandleader Alfred Eberharter junior am nächsten Morgen um acht Uhr in der Kirche sein musste – wohlgemerkt im Zillertal. „Das war was“, schmunzelt Petra Schürmann. Gatte Herbert ist auch heute noch sichtlich froh darüber, dass die meisten Fans informiert werden konnten und rechtzeitig zum verfrühten Konzertbeginn eingetrudelt sind.

Und da fällt ihm noch etwas ein: Nach dem Konzert waren plötzlich die Schürzenjäger-Fahnen verschwunden, die immer vor dem Forum wehen. „Die waren einfach weg, spurlos verschwunden. Nach einem Aufruf bei Facebook haben wir sie dann aber zurückbekommen.“

Im vergangenen Jahr fand in Melle die Premiere des neuen Bühnenprogramms statt. Mit allem, was so dazugehört. „Der Soundcheck war sehr, sehr lang“, erinnert sich Petra Schürmann.

Schlammlawinen

Als das Konzert noch im Ballsaal stattfand, ging es nicht weniger turbulent zu. Ein Stromausfall ist den Schürmanns noch in bester Erinnerung geblieben. „Alfred Eberharter senior meinte nur ganz trocken: Wenn der Strom nicht wiederkommt, wird’s teuer“, erzählt Herbert Schürmann. Und er muss grinsen, als er sich daran erinnert, wie ihm und seiner Frau angesichts des technischen Desasters der Schweiß ausbrach. Die Geschichte hatte aber ein Happy End. Die Band konnte weiterspielen, Freude und Erleichterung bei den Fans und den Schürmanns. Und dann fällt ihnen das Open Air der Schürzenjäger im Zillertal Anfang August 2017 ein, als Regen und Schlammlawinen dazu führten, dass das Konzert vor Ort kurzfristig abgesagt werden musste. „Du weißt, wenn du selbst Veranstalter bist, um die Kosten. Da blutet dir das Herz.“

Bei den Fans ist das Konzert in Melle längst Kult. In all den Jahren hat es sich so zu einem Ritual entwickelt, dass Herbert und Petra und einige Fans die Band am Freitagabend im Hotel Van der Valk empfangen. „In der Bar sitzen wir dann gemütlich beisammen“, schwelgen die beiden Konzertveranstalter aus Melle in Erinnerungen.

„Münsterländer Weitblick“

Und sonst? „Es hat auf dem Konzert in Melle sogar mal einen Junggesellenabschied gegeben“, sagt Petra Schürmann. Damit sie die Fans, die aus den Niederlanden nach Melle kommen, begrüßen kann, hat sie extra Holländisch gelernt. Die Schürmanns wissen, dass Sarah, die Frau von Bandleader Alfred junior, aus Lengerich kommt. „Alf mag es, dass er bei uns unglaublich weit ins Land gucken kann“, berichtet Herbert Schürmann über die Vorliebe des Zillertaler Musikers für den „Münsterländer Weitblick“. Nicht vergessen wollen die beiden das „Melle-Lied“: Ein Song, von den Fans für „ihre“ Schürzenjäger. „Die Fans sind uns das Wichtigste“, sagt Petra Schürmann. Ihr Mann nickt. „Absolut. Ohne die Fans läuft nichts.“

Deshalb verraten sie auch schon eine Neuigkeit, die viele Fans ganz froh stimmen wird. Denn: Ein zehntes Konzert der Schürzenjäger in Melle ist fest geplant. „Ein zehntes Mal wollen wir auf jeden Fall machen“, gibt Petra Schürmann an. Mehr möchten sie und ihr Mann erst einmal nicht verraten. Dann ergänzen sie lächelnd: „Das Jubiläumskonzert soll aber etwas ganz Besonderes werden!“