Stadt will vielfältiger werden Melle tritt dem Bündnis „biologische Vielfalt“ bei

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Es grünt und blüht, so wie hier am Dissener Klärwerk. Die biologische Vielfalt soll jetzt auch in Melle mit dem Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ gestärkt werden. Archivfoto: BUND Kreisgruppe OsnabrückEs grünt und blüht, so wie hier am Dissener Klärwerk. Die biologische Vielfalt soll jetzt auch in Melle mit dem Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ gestärkt werden. Archivfoto: BUND Kreisgruppe Osnabrück

Melle. Melle zeigt Verantwortung für die Natur. Die Stadt ist dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ beigetreten. Gleichzeitig unterzeichnet die Kommune die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“.

Erst Kopfschütteln, aber dann die Erkenntnis, dass ein Beitritt in das Bündnis viele Vorteile für die Stadt bringt: So formulierte es Michael Weßler während der jüngsten Ratssitzung: „Das Bündnis trägt dazu bei, biologische Vielfalt in Melle zu schaffen und zu erhalten. Das liegt uns am Herzen“, betonte der CDU-Sprecher.

Schon 121 Kommunen

Seit Bestehen der Deklaration im Jahr 2010 haben bereits 230 Kommunen diese unterzeichnet, und 121 Städte und Gemeinden sind dem darin angestrebten Bündnis beigetreten, so jetzt auch Melle.

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, den interkommunalen Austausch zu stärken, die inhaltliche Arbeit in den Kommunen zu unterstützen sowie kommunale Interessen und Bedürfnisse in politische Prozesse hinein zu vermitteln: „Eine Mitgliedschaft verspricht zusätzlich Impulse und wertvolle Unterstützungsleistungen für die Naturschutzarbeit vor Ort“, lautete es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, der der Rat letztlich einstimmig zustimmte.

„Welche Strategie verfolgt das Bündnis“? fragte Michael Weßler, um sogleich eine Antwort zu liefern: „Die Stadtentwicklung an gesellschaftlichen Bedürfnissen zu orientieren und die ökologischen Belange berücksichtigen. Das entspricht unserem Leitbild“.

Hochwasserschutz

Als Handlungsschwerpunkt nannte der CDU-Ratsherr Maßnahmen zum Hochwasserschutz, vorbeugende Maßnahmen gegen die Auswirkungen von Starkregenereignissen umzusetzen sowie die Förderung des kommunalen Klimaschutzes in Melle. Michael Weßler verwies darauf, dass der Umwelt- und Straßentiefbauausschuss das Bündnis befürwortete habe.

So werde schnell klar, dass die entsprechenden Fachämter mit Thomas Große-Johannböcke und Torben Fuchs mit ihren Teams viele nützliche Informationen für ihre Arbeit daraus ziehen und auch Fördergelder einwerben könnten: „Das alles kommt der gesamten Stadt zugute, wir müssen es nur ergiebig zu unserem Vorteil nutzen“, warb Weßler um Zustimmung.

Erheblicher Mehrwert

Auch die Verwaltung hatte für einen Beitritt geworben: Angesichts der enormen Herausforderungen zum Schutz der biologischen Vielfalt, die auch von Melle zu bewältigen seien, komme man zu dem Schluss, dass ein Bündnisbeitritt einen „erheblichen Mehrwert“ bedeuten würde.

Der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 300 Euro pro Jahr. Dieser Ausgabe stimmte der Rat angesichts der Vorteile geschlossen zu.


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