Wolfsburger Figurentheater Compagnie Meller Puppenspiele: Kuh-Casting im Wilden Westen

Von Marita Kammeier

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Vor der Bühne: Andrea Haupt vom Wolfsburger Figurentheater Compagnie zeigt den Kindern ihre Puppen aus dem Stück „Cowboy Klaus & sein Schwein Lisa“. Foto: Marita KammeierVor der Bühne: Andrea Haupt vom Wolfsburger Figurentheater Compagnie zeigt den Kindern ihre Puppen aus dem Stück „Cowboy Klaus & sein Schwein Lisa“. Foto: Marita Kammeier

Melle. Wenn Puppenspielerin Andrea Haupt als Cowgirl tanzend die Ukulele spielt und mit Elan den Kakteenwald inszeniert, dann schauen Kinder und Erwachsene gebannt auf die Bühne, um auch ja jede Aktion der Figuren genau mitzubekommen.

Die Meller Puppenspiele gestaltete am Sonntag das Wolfsburger Figurentheater Compagnie im Forum mit entzückenden Puppen und viel Aktion auf der Bühne. Begeistert verfolgte das Publikum die Geschichte des Wildwest-Abenteuers „Cowboy Klaus & sein Schwein Lisa“ nach dem Kinderbuch von Eva Muszynski und Karsten Teich.

„Ein richtiger Cowboy braucht eine Kuh“

Die idyllische Farm „Kleines Glück“ ist von einem undurchdringlichen, stacheligen Kaktuswald umgeben, den auch Klaus nur im Taucheranzug durchdringen kann. Das nervt ihn jedoch zunehmend, und so sucht er nach neuen Wegen. „Der Kaktuswald muss weg“, erzählt er seinem Kumpel, dem rosa Schweinchen namens Lisa.

Mehrere Versuche, wie das Fällen der Kakteen mit einer Axt oder das Abbrennen des Waldes sind bereits fehlgeschlagen, als Puppenspielerin Andrea einspringt und fantasievoll den Vorgang des Rasierens erklärt. „Das ist die Idee“, erkennt auch Klaus und rasiert sogleich alle Stachel im Kakteenwald ab. „Aua“, rufen die Kinder im Publikum, doch der Cowboy schafft die Aufgabe problemlos.

„Wenn die Sonne brennt am Horizont, die Kojoten lauern gefährlich, der Wilde Westen ist herrlich“, sang die Puppenspielerin. Lisa kochte inzwischen ein stärkendes Chilli und organisierte ein Kuh-Casting, denn „Ein richtiger Cowboy braucht eine Kuh.“

Kuh mit Stauballergie

Die einsame Kuh Käthe gibt täglich zehn Liter Milch. „Namaste“ rufte die zweite Bewerberin, betont ihre Stauballergie und braucht täglich Globuli. Doch dann erscheint Rosie aus der Schweiz mit einem herzlichen „Gruezi“, und Klaus ruft begeistert: „Das ist die Richtigte.“

Zum Abschluss der Geschichte tanzte die Kuh als Ballerina auf dem Seil, und die Kinder kicherten über die witzigen Dialoge und fantasievollen Requisiten. Die dynamische Aufführung mit viel Musikuntermalung erhielt großen Applaus und Danksagungen von den Eltern.

Begeistert verfolgten die Kinder nach dem Theaterstück die Erläuterung der Puppenspielerin zu einzelnen Figuren.


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