Zu viele Baustellen im ESV-Spiel Handball: Eicken verliert in GMHütte 25:32

Eickens Michael Brack (beim Wurf) traf zwar achtmal gegen GMHütte, aber mehrmals auch unglücklich den Pfosten. Hier eine Szene aus dem Hinspiel. Foto: ESVEickens Michael Brack (beim Wurf) traf zwar achtmal gegen GMHütte, aber mehrmals auch unglücklich den Pfosten. Hier eine Szene aus dem Hinspiel. Foto: ESV

pm/hedi Melle. Eickens Landesligahandballer haben das Derby beim abstiegsbedrohten TV Georgsmarienhütte am Samstagnachmittag mit 25:32 (12:15) verloren. „Es gab auf unserer Seite zu viele Bereiche, die nicht ihre Normalform abrufen konnten. Daher geht die deutliche Niederlage in Ordnung“, bilanzierte ESV-Trainer Maik Rapczinski am Sonntag. Eicken bleibt Tabellenvierter und verabschiedet sich in eine dreiwöchige Spielpause.

Eicken reiste selbstbewusst an, wusste aber um die Tücken der engen Sporthalle in Georgsmarienhütte. Man stellte sich auf einen giftigen und kampfstarken Gegner ein, der zu Hause jeden Gegner schlagen kann.

Der Start der Partie verlief ausgeglichen. Eicken fand im Angriff gute Lösungen über Nils Sundermann und Christian Wetzstein. Bis zur 18. Minute und dem 10:8 hatten die ESV-Spieler alles im Griff. Doch dann ließ die Treffsicherheit nach, und die Torhüter hatten immer weniger Zugriff. Trotz weiterhin guter ESV-Chancen gingen die Hüttenstädter mit 13:10 in Führung. Drei verworfene Siebenmeter der Gäste trugen zusätzlich dazu bei, dass sich der heimische TV mit 15:12 in die Halbzeit verabschieden konnte.

Mit Beginn der zweiten Hälfte nahmen die Gastgeber weiter das Heft in die Hand. Eicken fehlte die Entschlossenheit, und auch das Glück war aufseiten der Hausherren: Bei Eicken flog der Ball typischerweise vom Innenpfosten ins Aus – bei GMHütte direkt in die eigenen Arme.

Nach einer Auszeit beim Stand von 14:19 keimte Hoffnung bei den ESV-Spielern um Artur Brack auf: In der 49. Minute brachte Nils Sundermann die Gäste auf 22:24 wieder auf Schlagweite heran. Doch die Heimsieben war in dem Spiel einfach bissiger und durchsetzungsstärker. Es setzte vier Gegentreffer in Folge – Eicken geriet mit sechs Toren ins Hintertreffen. Die offene Deckung der Gäste hatte im Verlauf des Spiels nur temporären Erfolg gebracht. Vier Minuten vor dem Abpfiff waren die Weichen gestellt.

„Der TV GMHütte hat verdient gewonnen, aber das Endergebnis ist um drei bis vier Tore zu hoch ausgefallen. Nichtsdestotrotz beglückwünsche ich Gastgebertrainer Olaf Hünnefeld nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit und hoffe, dass er zum Abschied den Klassenerhalt mit seinem Team sichert“, sagte Maik Rapczinski und zeigte sich als fairer Verlierer.

ESV: Nico Grötschel, Andreas Fischer (im Tor), Nils Sundermann (6 Tore), Jonas Visse (1), Patrick Ernst (1), Michael Brack (8/1), Christian Wetzstein (4), Kilian Lülf, Artur Brack (4/2), Resul Azattemür, Mario Hagemann (1).