Ein Bild von Christoph Franken
16.03.2018, 15:54 Uhr KOMMENTAR

Clan-Treff in Melle: Nur Härte führt zum Ziel

Kommentar von Christoph Franken

Beliebt bei arabischsprachigen Clans: der Club Naava in Melle. Foto: Christoph FrankenBeliebt bei arabischsprachigen Clans: der Club Naava in Melle. Foto: Christoph Franken

Melle. Das polizeiliche Vorgehen gegen arabischsprachige Clans in Melle kommentiert Christoph Franken als Lokalchef des „Meller Kreisblatts“.

Berlin, Duisburg, Essen: Arabischsprachige Clans in Deutschland unterwandern mit brutalem kriminellen Treiben seit Jahren deutsche Großstädte: Sie kontrollieren straßenweise das Rotlichtmillieu und verdienen mit Drogenhandel und Schutzgelderpressung Unsummen. Das schmutzige Geld waschen sie im Gebrauchtwagenhandel, in Immobiliengeschäften oder in Shisha-Bars und Sportwetten-Büros.

Zu ihrer selbst erschaffenen archaischen Welt, in der eigene „Friedensrichter“ Recht sprechen, haben Polizei und Behörden keinerlei Zugang. Das erschwert das Vorgehen.

Richtig gut gehen lassen es sich die Clan-Bosse dann gerne auf dem Land wie im beschaulichen Melle, wo sie das Naava zu ihrem Treffpunkt auserkoren haben.

Weiter zugucken? Nein, der Rechtsstaat muss endlich zeigen, dass er gegen diese Form von organisierter Kriminalität in aller Härte vorgehen will. Da mögen die jüngsten Polizei-Aktionen in Melle nur wie harmlose Nadelstiche wirken, aber sie sind Ausdruck dafür, dass sich endlich was tut. Was lokal in Melle geht, ist auch in Berlin und anderswo möglich.


Der Artikel zum Kommentar