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15.03.2018, 17:35 Uhr KOMMENTAR

Arbeitsteilung in Meller Kirchengemeinden macht Sinn

Kommentar von Christoph Franken

Michael Göcking wird Pfarrbeauftragter in Melle. Foto: DekanatMichael Göcking wird Pfarrbeauftragter in Melle. Foto: Dekanat

Melle. Die Einsetzung eines Pfarrbeauftragten in Melle durch die Bistumsleitung kommentiert Christoph Franken für das „Meller Kreisblatt“.

Immer weniger Männer wollen Priester werden und Frauen dürfen es aus Sicht der katholischen Kirche ohnehin nicht sein. Also fehlen nicht nur im Bistum Osnabrück genügend Pfarrer. Dazu kommt: Nicht alle von ihnen kommen mit Leitungsfunktionen zurecht, da in ihrer achtjährigen theologischen Ausbildung verständlicherweise viel Wert auf Seelsorge und geistliches Leben gelegt wird.

Managementaufgaben und Personalführung aber gewinnen in Pfarreiengemeinschaften zunehmend an Bedeutung. Insofern macht eine Ämterteilung vor Ort Sinn: Der Priester hat mehr Zeit, sich um seine Schäfchen im größer gewordenen Gemeindebezirk zu kümmern, während der neue Pfarrbeauftragte profane Dinge wie Verwaltungsfragen, Personalangelegenheiten und Finanzdinge regelt.

Für viele Katholiken bedeutet dieses neue Modell einen tiefen Einschnitt in ihr Gemeindeleben. Sie gilt es, mitzunehmen. Da sind die geplanten Veranstaltungen sicher hilfreich. Denn nur starke „Kirche vor Ort“ kann Menschen für den Glauben begeistern.


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