Rat fasst einstimmigen Beschluss Haferhalle in Melle wird für 2,75 Millionen saniert

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein Infoschreiben der Stadt Melle informiert, dass die Sporthalle Haferstraße bis auf Weiteres nach einem Brandschaden geschlossen bleibt. Archivfoto: Martin DoveEin Infoschreiben der Stadt Melle informiert, dass die Sporthalle Haferstraße bis auf Weiteres nach einem Brandschaden geschlossen bleibt. Archivfoto: Martin Dove

Melle. Nach dem Brandschaden im Oktober soll die Sporthalle an der Haferstraße mit einem Kostenvolumen von 2,75 Millionen Euro saniert werden. Dafür gab der Rat mit einem einstimmigen Beschluss den Startschuss.

Seit dem Brand ist die Haferhalle gesperrt und kann von Schulen und Vereinen nicht mehr genutzt werden: „Die Halle präsentiert sich kahl, es gibt massive Schadensbilder, sie ist fast im Rohbauzustand“, beschrieb Holger Clodius den gegenwärtigen Zustand.

Das Büro Brüchner-Hüttemann und Pasch hat eine Bestandsaufnahme gemacht und empfiehlt eine Wiederherstellung, die sich in acht Sanierungspakete gliedert. Demnach müssen die Geräteraumtore und Prallwand, der Halleninnenraum, die Umkleiden, Flure im Eingang und Kraftraum, der Zuschauerraum und die Tribüne sowie das Lager unter der Tribüne erneuert werden.

Daneben müssen die Flachdächer saniert werden, außerdem stehen für Fassade, Fenster und Türen energetische Sanierungen an. Nicht zuletzt müssen die nicht zulässigen gewendelten Außenfluchttreppen vor der Tribüne gegen eine Metalltreppe mit geradem Lauf ausgetauscht werden, erläuterte Holger Clodius.

Große Solidarität

Macht unterm Strich eine Summe von 2,75 Millionen, wobei die Stadt noch nach Fördermöglichkeiten Ausschau halten möchte, betonte der Stadtbaurat. Sein Dank galt den Schulen und Vereinen für deren Kooperationsbereitschaft, in anderen Hallen Sport treiben zu können.

Nachdem der Ausschuss für Gebäudemanagement die Halle kurz zuvor besichtigt hatte, bekräftigte deren Vorsitzende Christina Tiemann (CDU) den einstimmigen Beschluss, die Sanierung in Angriff zu nehmen.

Das sahen auch die übrigen Ratsmitglieder so: „Der Beschluss ist gut und richtig“, stellte Mirko Bredenförder mit, nachdem eine regelrechte Schockstarre geherrscht habe, weil Schulen und Vereine mit verheerenden Auswirkungen zu kämpfen hätten. Der CDU-Sprecher begrüßte die von der Verwaltung vorgeschlagene Sanierung mit Augenmaß und den vernünftigen Deckungsvorschlag. Es sei eine gute Entscheidung, nicht neu, sondern umzubauen: „Als Zeichen für den Sport in Melle stimmt die CDU-Fraktion dem Vorschlag zu“, erklärte Bredenförder.

Dank an Schulen und Vereine

Jutta Dettmann (SPD) pflichtete dem bei und richtete ihren Dank an die Solidarität der Schulen und Vereine, die sich gegenseitig helfen, um den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten: „Denn die leiden schon, weil eine der größten Hallen nicht zur Verfügung steht“.

Auch die Grünen unterstützen das Vorhaben und wünschen eine schnelle Sanierung, unterstrich Reinhardt Wüstehube. Für die Schulen sei es wichtig, möglichst zum Schuljahresbeginn wieder mit dem Hallenbetrieb starten zu können. Von daher sollte eine Wiederinbetriebnahme möglichst zum Schuljahresbeginn 2019/2020 angestrebt werden.

Peter Mittelberg zollte der Verwaltung ein dickes Lob für die Erarbeitung des Beschlussvorschlages: „Das schafft Vertrauen in das Projekt“, lobte der UWG-Vertreter angesichts der Vorlage.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN