Erste Hilfe durch Mitspieler Fußballer des SC Melle zusammengebrochen: Schmeiduchs Zustand bessert sich

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Jonas Schmeiduch vom SC Melle. Foto: Detlev DrobeckJonas Schmeiduch vom SC Melle. Foto: Detlev Drobeck

Melle. Das war ein Schock für alle Beteiligten: Jonas Schmeiduch brach am Sonntag im Kreisligaspiel des SC Melle II beim BSV Holzhausen nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler bewusstlos zusammen. Doch inzwischen befindet sich der Fußballer auf dem Weg der Besserung.

Schmeiduch selbst hat keine Erinnerung an die Situation, er hat sie sich aber inzwischen von Mitspielern und Beobachtern schildern lassen: Der Stürmer aus dem SCM-Landesligakader, der nach einer Verletzung derzeit in der Zweiten Spielpraxis sammelt, war offensichtlich dabei, den Ball abzuspielen und für einen Doppelpass nach vorne durchzustarten. In dem Moment erwischte ihn die Schulter des Gegenspielers seitlich am Kopf. Bei diesem Schlag hat er wohl bereits das Bewusstsein verloren, denn er fiel anschließend unkontrolliert und ohne eigenes Abstützen auf den Rücken.

Beim Aufprall hat er seine Zunge verschluckt. Mitspieler Robin Lindenthal rannte zu ihm, schätzte die lebensbedrohliche Lage richtig ein und leistete Erste Hilfe, indem er Schmeiduch in den Mund griff und die Zunge vorzog. Der Notarzt wurde gerufen. Die Partie beim Ligaprimus Holzhausen, die letztlich 1:1 ausging, wurde am Sonntagnachmittag kurz vor der Halbzeitpause für rund 30 Minuten unterbrochen. „Ich habe erst wieder realisiert, dass auf dem Platz um mich herum Ärzte mit einer Infusion waren“, schildert der 20-Jährige die Rückkehr des Bewusstseins.

Im Franziskus-Hospital Harderberg wurde er anschließend ausgiebig untersucht. Eine Schädelprellung und eine Gehirnerschütterung wurden festgestellt. Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerz waren die Begleiterscheinungen. „Die Ärzte sagten aber, dass ich mich recht schnell wieder stabilisiert habe.“ Dem Grönegauer wurde freigestellt, über Nacht in der Klinik zu bleiben oder sich nach Hause fahren zu lassen. Der Patient entschied sich für die Heimkehr.

Seitdem ruht er sich aus und vermeidet jede Anstrengung. „Mir geht es wieder einigermaßen gut. Die Übelkeit ist weg. Schwindel und Kopfschmerz sind nicht mehr so schlimm. Auf ärztliches Anraten verzichte ich aufs Fernsehen und größtenteils auch auf die Handynutzung, um den Kopf zu schonen. Das ist zwischendurch echt langweilig. Ich blättere dann mal in einer Zeitschrift und habe ein Buch angelesen“, erzählt Schmeiduch am Dienstagnachmittag.

Am Montagabend hat er sich vom SCM-Physiotherapeuten Marco Bredenförder behandeln lassen. Der hat die durch den Sturz malträtierte Wirbelsäule mobilisiert. Seitdem ist der Rückenschmerz deutlich erträglicher. Für diese Woche ist der Autos reparierende Kfz-Mechatroniker krankgeschrieben. Mindestens eine Woche, eher aber länger soll er auch mit dem Fußballspielen pausieren. „Ich muss es langsam wieder angehen lassen. Die Verletzungen darf man nicht unterschätzen.“

Rückkehr nach Gesmold

Danach will das Talent für den Rest der Saison mit dem Landesligateam trainieren, ehe nach einem Jahr SCM-Erfahrung im Sommer die Rückkehr zum Heimatverein Viktoria Gesmold ansteht. „Es fällt mir nicht leicht, aus Melle wieder wegzugehen. Es macht Spaß, und meine Mitspieler sind super Typen, mit denen man auch am Wochenende gut was unternehmen kann. Ich bereue den Wechsel zum SC Melle auf keinen Fall. Aber ich möchte wieder mehr Einsatzzeit bekommen“, erklärt der 20-Jährige den anstehenden Schritt.


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