„Budget im Auge behalten“ Mensa ein großer Wunsch an Oberschule Melle-Neuenkirchen

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Die Schule in Neuenkirchen mit Containern. Foto: Gert WestdörpDie Schule in Neuenkirchen mit Containern. Foto: Gert Westdörp

Melle. Der Ausschuss für Gebäudemanagement tagte am Dienstagabend im Stadthaus. Ihren Frust über die andauernden Sanierungsmaßnahmen an der Oberschule Neuenkirchen luden unter anderem einige Eltern beim Gremium ab.

Eine Mutter berichtete, dass zwei ihrer Kinder seit fünf Jahren auf einer Baustelle zur Schule gehen. „Immer wieder werden wir vertröstet“, lautete ihr Resümee. Die Dauer der Sanierungsmaßnahmen sei „irgendwie nicht absehbar“, fand eine andere Mutter.

Strich durch die Rechnung

Weiterer Ärger: Die Oberschule hat nur eine kleine und wenig zweckmäßige Snackausgabe, Schüler müssen auf Fensterbänken oder stehend ihr Essen zu sich nehmen. Eine Mensa an Ort und Stelle wäre deshalb ein großer Wunsch. „Eine eigene Mensa ist nicht geplant“, machte Stadtbaurat Holger Clodius den Anwesenden gleich einen Strich durch die Rechnung.

Die Ausschussvorsitzende Christina Tiemann (CDU) und Guido Kunze vom Gebäudemanagement der Stadt Melle, erläuterten, dass die Arbeiten an der Oberschule bereits seit geraumer Zeit laufen. Kunze wies zudem darauf hin, dass einige Arbeiten nur in den Ferien Sinn machen. „Manches ist im laufenden Schulbetrieb nicht machbar. Die Situation muss sowohl für die Schüler als auch für die ausführenden Handwerksbetriebe passen.“

Toilettensanierung unklar

Ob auch die Toilettenanlage saniert wird, ist noch nicht klar. In der neu vorgestellten und aktualisierten Prioritätenliste des Gebäudemanagements taucht eine Toilettensanierung an der Oberschule Neuenkirchen noch nicht auf.

„Wir werden es im Fokus behalten. Wir müssen aber auch unser Budget im Auge behalten“, gab Kunze zu bedenken.

Bis Ende 2019 soll an der Oberschule alles fertig sein. Theoretisch zumindest. „Ich hoffe sehr, dass wir den Zeitplan einhalten können. Wir werden intensiv daran arbeiten“, betonte Tiemann.

Guido Kunze hatte zudem zu den An- und Umbaumaßnahmen an den Feuerwehrhäusern in Melle-Mitte, Oldendorf und Groß Aschen einen aktuellen Überblick parat. Über die Sanierungsarbeiten an den vorhandenen Feuerwehrhäusern sagte er: „Bauen im Bestand ist auch immer eine Wundertüte.“ Dass der Anbau an das Feuerwehrhaus in Oldendorf Mitte 2019 abgeschlossen ist, hofft Kunze sehr.

„Eine Menge Arbeit“

Holger Clodius informierte über die Feuerwehrhäuser in Gesmold und Wellingholzhausen, die neu gebaut werden sollen. „Planerisch und konzeptionell ist es jetzt wichtig, alles voranzutreiben.“ „Eine Menge Arbeit“, zog Christina Tiemann ein Resümee.

Vor der Sitzung des Ausschusses hatten die Mitglieder noch die Haferhalle besichtigt. Die Sanierung dort wird die Stadt wohl knapp 2,75 Millionen Euro kosten. Eine Bauzeit von zwölf Monaten ist geplant. Mitte bis Ende 2019 soll die Sporthalle dann wieder genutzt werden können.


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