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12.03.2018, 20:15 Uhr KOMMENTAR

Klug und gut nicht nur für Melle

Kommentar von Christoph Franken

Hatten sich klar für das MEL-Kennzeichen positioniert: Anna-Margaretha Stascheit und Jürgen Krämer vom Heimatbund Osnabrücker Land. Foto: Simone GraweHatten sich klar für das MEL-Kennzeichen positioniert: Anna-Margaretha Stascheit und Jürgen Krämer vom Heimatbund Osnabrücker Land. Foto: Simone Grawe

Melle. Den Beschluss des Osnabrücker Kreistages, alte Kfz-Kennzeichen auf Wunsch wieder zuzulassen, kommentiert für das „Meller Kreisblatt“ dessen Lokalchef Christoph Franken.

Na also, der normale Menschenverstand hat - wenn auch knapp - im Kreistag gesiegt. Demnächst können alle Bürger des Landkreises ihr Wunschkennzeichen wählen. Egal ob vorne OS, MEL, BSB oder WTL steht: Sie bekennen sich zu ihrem Wohnort, der für viele auch mit Heimat im besten Sinne identisch ist. Und diese Verbundenheit mit „ihrem“ Ort können sie nun auch über das Kfz-Kennzeichen nach außen sichtbar machen. Das hat mit Rückwärtsgewandtheit oder Heimat-Tümelei nichts zu tun, sondern ist einfach nur stolzer Ausdruck von „hier lebe ich gerne“.

Die Kreistagsmitglieder haben lange gezaudert, der möglich gewordenen Wiedereinführung von Alt-Kennzeichen ihren Segen zu geben. Dahinter stand auch der Gedanke, sie hätten Wichtigeres zu tun. Die Mehrheit hat nun aber erfreulicherweise eingesehen, dass der Bürgerwunsch auch bei „weichen“ Themen entscheidend sein sollte. Davon sollten sie sich öfter leiten lassen.


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