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13.03.2018, 07:30 Uhr KOLUMNE

Mellerin erwischt Hortensien-Diebe auf frischer Tat

Von David Hausfeld

Diebstähle von Hortensien sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Die Diebe glauben, die Zierpflanze tauge als Droge. Foto: dpaDiebstähle von Hortensien sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Die Diebe glauben, die Zierpflanze tauge als Droge. Foto: dpa

Melle. Die geliebten Hortensien, von dreisten Dieben gestohlen: Das Verbrechen im eigenen Garten hat bei einer Mellerin die innere Detektivin geweckt. Ihre Ermittlungen haben sich ausgezahlt, sie erwischte die Diebe auf frischer Tat. Eine Glosse.

Eine Leserin berichtete kürzlich von einem mysteriösen Kriminalfall in ihrem Garten. Als sie nach 14 erholsamen Tagen aus dem Urlaub nach Hause kam, bemerkte sie das Verbrechen: Die Blüten ihrer geliebten Hortensien waren säuberlich vom Strauch getrennt worden. Für sie war der Fall klar: Gemeine Hortensiendiebe hatten die Blüten abgeerntet. In den Meller Stadtteilen trieben sie bereits mehrfach ihr Unwesen. Was die Diebe mit den Blüten machen?

Eine Vermutung: Konsum. Den gerauchten Blüten und Knospen wird eine berauschende Wirkung nachgesagt. Gesichert ist das nicht. Außerdem warnen Experten vor giftiger Blausäure, die beim Rauchen freigesetzt wird.

Alte Spürnase-Weisheit

Statt die Polizei zu behelligen, ergriff die Leserin selber detektivischer Eifer. Eine alte Spürnasen-Weisheit besagt, dass Täter immer an den Ort des Verbrechens zurückkehren. So legte sie sich eines Abends auf die Lauer. Und tatsächlich – dreist vergriffen sich gleich mehrere Schlitzohren an den übrigen Pflanzen.

Auf Rausch waren die aber wohl nicht aus: Kaninchen knabberten chirurgisch genau die Blüten vom Strauch. Wie es sich für ein gelungenen Kriminalfall gehört, endete auch der Hortensien-Krimi mit einer überraschenden Wendung.


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