Scharmützel und Beschimpfungen CDU/FDP-Antrag sorgt in Melle für miese Stimmung

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Auf Richtlinien zur Förderung von Flutlichtanlagen hat sich der Sportausschuss noch einstimmig geeinigt, nach einem unangekündigten Zusatzantrag gab es dann Zoff. Foto: Norbert WiegandAuf Richtlinien zur Förderung von Flutlichtanlagen hat sich der Sportausschuss noch einstimmig geeinigt, nach einem unangekündigten Zusatzantrag gab es dann Zoff. Foto: Norbert Wiegand

Melle. „Seid doch nicht so dogmatisch und beleidigt und springt über euren Schatten“ - so und ähnlich klangen Vorwürfe von Heiko Grube (CDU), nachdem Grüne, UWG und ein SPD-Mitglied angekündigt hatten, einen während der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport eingereichten Antrag der CDU/FDP-Gruppe abzulehnen.

Im Gegenzug warfen Grüne und UWG der CDU „Respektlosigkeit“ und „einen Gefallen für einen Parteifreund“ vor.

Neuerrichtung einer Flutlichtanlage in Buer

Aber eins nach dem anderen: Der Ausschuss hatte gerade einstimmig eine Richtlinie zur Förderung von Flutlichtanlagen auf Sportplätzen beschlossen und sich zugleich dafür ausgesprochen, entsprechende Erneuerungen auf dem Meller Melosplatz und in Wellingholzhausen bereits im Jahr 2019 finanziell zu fördern. Für weitere spätere Maßnahmen sollten Prioritäten erarbeitet werden.

Direkt nach diesem Tagesordnungspunkt stellte die CDU/FDP-Gruppe einen Antrag, auch die Neuerrichtung einer Flutlichtanlage in Buer zu fördern. „Wir können jetzt doch nicht in einer Viertelstunde über eine zusätzliche Ausgabe von 57000 Euro entscheiden“, regte Reinhardt Wüstehube eine Verschiebung des CDU-Antrages in die Mai-Sitzung des Sportausschusses an und wurde dabei von Axel Uffmann (SPD) unterstützt.

„Das ist kein neuer Antrag, sondern ein Änderungsantrag zum Antrag des SuS Buer“, erklärte Harald Kruse (CDU), der inzwischen den Stuhl von Mirco Bredenförder (CDU) eingenommen hatte, weil dieser als SuS-Vorsitzender bei dieser Thematik als befangen gilt.

Ruck-Zuck-Entscheidung

„Der Antrag mag ja berechtigt sein, aber eine solche Ruck-Zuck-Entscheidung ohne vorherige Kommunikation könnt ihr von uns nicht verlangen, ich fühle mich überrannt“, sperrte sich Uschi Thöle-Ehlhardt (UWG). „Dem Verein entgehen Fördermittel des Kreissportbundes, wenn er nicht bald die Flutlichtanlage errichtet“, appellierte Kruse an Grüne, SPD und UWG. „Wir wollen dem SuS seine bereits zugesagten Fördermittel nicht kaputt machen“, lenkte Gerhard Boßmann (SPD) ein, der immerhin schon am Vorabend über den Antrag informiert worden war.

Er betonte aber zugleich, dass er das unkommunikative Vorgehen der CDU missbilligt. Auch die Ausschuss-Vorsitzende Jutta Dettmann (SPD) ermahnte die Kommunalpolitiker, künftig wieder anders miteinander umzugehen. Bei der Abstimmung gab es dann doch nur drei Gegenstimmen von den Grünen und der UWG sowie eine Enthaltung von Axel Uffmann (SPD).

Einer der vielen Zuschauer im Sitzungssaal des Stadthauses sprach nach der mehr als dreistündigen Sitzung von einem eindrücklichen Beispiel für „ganz miesen Politikstil“.


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