Peter Bungard geehrt Ein Macher aus Oldendorf mit Leidenschaft

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Die Urkunde an Peter Bungard überreichte Bürgermeister reinhard Scholz. Seine Verdienste würdigten in ihrer Laudatio Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn und Stellvertreterin Anna-Margaretha Stascheit. Foto: Petra RopersDie Urkunde an Peter Bungard überreichte Bürgermeister reinhard Scholz. Seine Verdienste würdigten in ihrer Laudatio Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn und Stellvertreterin Anna-Margaretha Stascheit. Foto: Petra Ropers

Oldendorf. Sein Herz schlug stets für den Stadtteil Oldendorf. Für ihn setzte er sich über Jahrzehnte mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und einem klaren Sinn für das Machbare ein. In Würdigung seiner Verdienste wurde Peter Bungard nun zum Ehrenortsbürgermeister von Oldendorf ernannt.

Melle/Oldendorf. Im Rahmen einer bewegenden Feierstunde im Forum nahm der langjährige Ortsbürgermeister des Stadtteils die Urkunde entgegen, die im Grönegau nur sehr selten verliehen wird. Über vier Jahrzehnte lang habe er Kommunalpolitik betrieben, sagte Bürgermeister Reinhard Scholz: „Als Urgestein und nicht selten als ein Fels in der Brandung“ habe er fördernd, fordernd und bisweilen kritisch-streng auf die Entwicklung Oldendorfs eingewirkt.

Er trieb die Ausweisung neuer Baugebiete im Stadtteil und den Ausbau des Industrie- und Gewerbestandortes voran, setzte sich mit langem Atem für den Radwegebau ein, engagierte sich mit Überzeugungskraft für den Erhalt und Ausbau von Kindergärten, Schulen und Turnhallen.

Motor des Stadtteils

Er war ein „Motor“ der Dorferneuerung und hinterließ in 27 Jahren als Ortsbürgermeister viele nachhaltige Spuren in dem Stadtteil, der ihm längst den scherzhaften Beinamen „Papa Peter“ verliehen hat.

„Ihr politisches Engagement war stets von dem Bestreben geprägt, das Optimale für Ihre Mitbürger zu erreichen“, fasste Scholz die vielfältige Verdienste Bungards zusammen, der auch 40 Jahre lang im Stadtrat wirkte und dort viele wichtige Weichenstellungen mit verantwortete. In seiner Amtszeit war er stets nah an den Menschen.

Gitterstein in Gold

Eine trockene Laudatio würde dem neuen Ehrenortsbürgermeister deshalb nicht gerecht, befanden seine Amtsnachfolgerin Karin Kattner-Tschorn und Stellvertreterin Anna-Margaretha Stascheit.

In einem lockeren Zwiegespräch würdigten sie deshalb sein Wirken: „Er ist drangeblieben an seinen Themen und hat unseren Stadtteil nachhaltig verändert.“ Das gilt in großen, aber auch in vielen kleinen Dingen. Beispiel Bankette: „Da hatte Peter eine Lieblingslösung: Rasengittersteine.“ Ein „vergoldetes“ Exemplar überreichten ihm Karin Kattner-Tschorn und Anna-Margaretha Stascheit deshalb als humorvolles Präsent zur Feierstunde zusammen mit einer Radierung des „Sternedorfs im Grönegau“ von Künstler Reinhard Klink.

Seiner Frau gewidmet

Ein Macher sei er gewesen, ständig energiegeladen, nicht immer einfach zu nehmen, aber immer bemüht um eine Kultur des freundschaftlichen Miteinanders, würdigte Ulrike Holtkamp für die CDU-/FDP-Fraktion im Ortsrat Peter Bungards Amtszeit. Ihre Wertschätzung drückten auch Wilhelm Hunting für die SPD-Fraktion im Stadtrat, sein langjähriger Weggefährte im Ortsrat Wilfried Tiemeier und Michael Weßler als Ortsbürgermeister des benachbarten Gesmold aus. Mit lang anhaltendem Applaus begleiteten die vielen Besucher im Forum die Verleihung der Ehrenortsbürgermeisterwürde.

Peter Bungard widmete die Ehrung seiner verstorbenen Frau Gisela. Ihr und allen, die ihn in seinem Ehrenamt unterstützten, galt sein ausdrücklicher Dank. Seine Amtsnachfolgerin und den gesamten Orts- und Stadtrat, die beide einstimmig für die Würdigung votiert hatten, rief er zum Abschluss auf, nicht nachzulassen in ihrem Engagement für die Bürger, den Stadtteil und die Stadt: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“


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