Buschmann träumt von EM Reiterin aus Bruchmühlen startet international

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Nach dem zweiten Platz beim Bundesnachwuchs-Championat ist Charlotte Buschmann aus Rödinghausen-Bruchmühlen bereit für internationale Wettkämpfe in ihrem letzten Jahr als Ponyreiterin.

Rödinghausen. Die 15-Jährige träumt von einer EM-Teilnahme im Spätsommer im französischen Fontainebleau bei Paris. „Und ich möchte noch im März mein erstes S-Springen reiten“, sagt Charlotte selbstbewusst. „Das ist zu früh. Das musst du dir erarbeiten“, bremst Anette Buschmann, selbst erfahrene Reiterin, ihre Tochter.

Die hatte mit vier Jahren erstmals im Sattel gesessen. Die Gymnasiastin reitet jeden Tag, es sei denn, sie muss für Klausuren lernen. Dann springt die Mutter ein. Vier eigene Tiere, zwei Pferde und zwei Ponys, haben die Buschmanns. Und die müssen jeden Tag bewegt werden.

„Mit unseren Ponys üben wir nur einmal in der Woche Springen, sonst steht Dressur an. Wer nicht auch Dressur trainiert, sollte ans Springen nicht denken“, meint Anette Buschmann. Diese Disziplin sei die Grundlage fürs Springreiten, so werde das Pferd locker. Aber nur Dressur ist für die Tochter langweilig. „Das Springen ist meine Stärke“, betont das Talent, das von Marcus Döring beim ZRFV Vehlage trainiert wird. Ihre Tochter sei sehr mutig. „Sie setzt sich furchtlos auf jedes Pferd.“ Das ist eine gute Basis für den beim BundesChampionat üblichen Pferdewechsel. Den übe sie nicht explizit, erklärt Charlotte. Doch sie sei schon viele Ponys geritten. „So fällt die Umstellung leichter.“

Nach dem ersten Durchgang im M*-Stilspringen mit ihrem eigenen Pferd Bon Voyage hatte Buschmann beim Bundesnachwuchs-Championat der Pony-Springreiter in Verden an der Aller noch mit der höchsten Wertungsnote in Führung gelegen, im zweiten Umlauf auf einem fremden Pferd hatte die 15-Jährige dann einen Abwurf. Derweil führte Bon Voyage die Reiterin Mona Höwer aus Waltrop mit einer fehlerfreien zweiten Runde zum hauchdünnen Sieg. Doch Charlotte Buschmann war trotzdem sehr zufrieden, zumal ihr Pony auch unter einer anderen Reiterin eine Topleistung ablieferte.

Umstellung aufs Pferd

Der zweite Platz bei diesem hochkarätigen Turnier der besten 20 Nachwuchsreiter Deutschlands war der bisher größte sportliche Erfolg der Zehntklässlerin des Gymnasiums am Markt in Bünde. Im Mai wird sie 16 Jahre alt, ab dem Alter ist der Übergang zum größeren Pferd vorgesehen. Doch in diesem Jahr darf das Kadermitglied des westfälischen Landesverbandes bei Turnieren noch Ponys reiten.

Im April wird Charlotte von ihren Eltern zum internationalen Turnier nach Frankreich begleitet. Im Sommer finden die westfälische Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft statt. „Mein Ziel ist es, eine Medaille bei den Westfalenmeisterschaften zu gewinnen und an der DM teilzunehmen.“ Um von Peter Teeuwen, Bundestrainer der Ponyspringreiter, für die EM nominiert zu werden, ist ein starker Auftritt bei der DM gefragt.

Die Bruchmühlenerin scheint gut gewappnet für die kommenden Herausforderungen, zumal sie bereits auf Pferden trainiert und parallel auch schon an Pferdeprüfungen teilnimmt. Denn ab 2019 darf sie nur noch Pferde reiten. Sie reite Ponys und Pferde gleichermaßen gerne. Die kleineren Tiere seien im Parcours schneller und wendiger. Pferde haben eine größere Übersetzung – und man kann mit ihnen höhere Hürden überwinden. Damit sind sie zwingende Voraussetzung für Charlottes Ambitionen, in Kürze bei einem S-Springen die 1,40 Meter zu meistern. Denn diese Höhe ist für Ponys nicht mehr vorgesehen.


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