Drei Fragen an Jürgen Osieka Imagepflege: Bald neuer Name für den Festsaal Melle?

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Herr über die Lichtanlage im Festsaal Melle: Jürgen Osieka Archivfoto: KlüterHerr über die Lichtanlage im Festsaal Melle: Jürgen Osieka Archivfoto: Klüter

Melle. Mit seinen 488 Plätzen in aufsteigenden Sitzreihen ist der Festsaal Melle nicht unbedingt Saal-typisch aufgebaut. Bei dem Veranstaltungsort handelt es sich schließlich um das städtische Theater. Der Name ist deshalb denkbar unpassend, findet Jürgen Osieka, technischer Leiter des Festsaals.

Er fordert die Umbenennung des Festsaals; sein Anliegen soll im Ortsrat Melle-Mitte besprochen werden. Drei Fragen an Osieka:

Herr Osieka, Sie wollen einen neuen Namen für den Festsaal Melle. Ist Ihnen der jetzige Name zu altbacken?

„Nein, altbacken ist nicht das richtige Wort. Der Name gibt einfach nicht das wieder, was hier passiert. Gerade Aussenstehende assoziieren mit dem Namen eher einen Gasthof mit angeschlossenem Festsaal. Dabei ist es eigentlich das Meller Theater, hier finden hauptsächlich Theateraufführungen und einigKabarettveranstaltungen statt. In der aktuellen Winterlaufzeit haben wir sechs wirklich hochkarätige Stücke. Das wird nach außen nicht wiedergegeben. Auch Künstler, die zum ersten Mal hier aufgetreten sind, waren anschließend beeindruckt von der Technik, die wir hier haben.

Welcher neue Name schwebt Ihnen vor?

Wir teilen uns das Gebäude mit der Grundschule am Engelgarten. Deshalb wäre „Theater am Engelgarten“ passend, und, so viel ich weiß, fände die Schule das auch ganz schön. Wichtig ist, dass dort Theater steht. In anderen Städten heißt das Theater auch Theater – in manchen vielleicht auch Schaubühne. Festsaal ist nicht geläufig. Theater gibt einen wichtigen Hinweis auf das, was dort passiert. Es geht um eine bessere Publizierung und Imagepflege. Ganz am Anfang hieß das Gebäude noch ‚städtischer Festsaal, wie städtischer Friedhof oder städtische Kläranlage. Danach wurde es einfach in Festsaal umbenannt, es ist aber nicht irgendein Festsaal. Wir hoffen, dass sich in absehbarer Zeit etwas tut. Wir stellen einen neuen Schaukasten auf. Es gibt bereits einen Platz und eine Genehmigung. Allerdings muss da auch der richtige Name draufstehen. Deshalb warten wir noch auf grünes Licht.

Wie sieht es mit der Zuschauersituation aus? Braucht der Saal auch einen neuen Namen, weil die Zuschauer ausbleiben?

Nein, das glaube ich nicht. Allein durch den Kulturring sind viele Veranstaltungen bereits ausverkauft. Ab und zu gibt es Restkarten. Viele Menschen, die nicht im Kulturring sind, würden auch ganz gerne mal eine Aufführung besuchen, so groß ist der Andrang.


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