Bohren, Fräsen, Sägen und Kurbeln Meller Grundschüler lernen mit hochwertigem Bausystem

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Entdeckergeist zeigen die kleinen Handwerker Romy, Meyra, Nike, Finn, Neo, Karl und Timo (von links), zur Freude von Lehrerin Anke Bolte. Foto: Norbert WiegandEntdeckergeist zeigen die kleinen Handwerker Romy, Meyra, Nike, Finn, Neo, Karl und Timo (von links), zur Freude von Lehrerin Anke Bolte. Foto: Norbert Wiegand

Riemsloh. Richtiges handwerkliches Arbeiten - das lernen und praktizieren in Riemsloh neuerdings schon die Grundschüler. Denn die Schule ist jetzt mit dem tollen Material des „Universellen Mediensystems für den Technikunterricht“ (UMT) ausgestattet, zu dem beispielsweise kindgerechte Bohrer, Fräsen, Stanzen und Sägen gehören.

Bei den ersten Bauexperimenten in der Riemsloher Lernwerkstatt können sich die Schüler Finn, Timo und Neo auch noch lange nach dem Pausen-Klingeln gar nicht mehr von den Werkzeugen und Werkstoffen trennen. Es handelt sich um „echte“ Werkzeuge, die trotzdem kindgerecht sind. So werden die robusten und durchaus leistungsfähigen Bohrmaschinen und Fräsen mit Handkurbeln anstatt mit Strom angetrieben. Neben den Maschinen weckt die große Materialfülle des Konstruktionsbaukastens schnell den spielerischen Entdeckergeist der Kinder.

Gewinde schneiden

„Ich habe schon einen Schlüsselanhänger und eine Feder gemacht und will noch mehr ausprobieren“, kann der achtjährige Finn den nächsten Werkunterricht bei Werklehrerin Daniele Wagener gar nicht mehr abwarten. „So können wir technische Grundkenntnisse und Fertigkeiten mit Fantasie und Spaß an Grundschulkinder vermitteln“, erklärt die für die Lernwerkstatt zuständige Lehrerin Anke Bolte.

Von dem kindgerechten und sicheren Bausystem, mit dem präzise und fast professionelle Ergebnisse erzielt werden können, erhofft sich Anke Bolte eine frühe Hinführung zu handwerklichem Arbeiten - vielleicht schon als ersten vorbereitenden Schritt zu einer späteren Berufsorientierung. „Denn so manche Schüler lernen erst dann, was Schrauben, Muttern oder Gewinde sind, wenn sie selbst schrauben oder Gewinde schneiden“, berichtet sie aus ihrer pädagogischen Praxis.

Bonenkamp-Stiftung gibt 7000 Euro

Die Anschaffung des UMT wurde der Schule durch eine 7000-Euro-Förderung der Osnabrücker Bonenkamp-Stiftung ermöglicht. Nur noch einen kleinen Restbetrag muss die Grundschule selbst aufbringen. „Die Bonenkamp-Stiftung unterstützt Bildungsprojekte, die auf Nachhaltigkeit angelegt sind, und fand unser Konzept und unsere Bewerbung offenbar überzeugend“, freut sich Schulleiterin Katja Langkopf über die üppige Zuwendung und die Unterstützung durch Petra Barth vom MINT-Zentrum für den nördlichen Landkreis Osnabrück.

Das kindgerechte Bausystem solle schulübergreifend auch in der gemeinsamen Lernwerkstatt mit dem Riemsloher Kindergarten sowie im Begabten-Verbund zum Einsatz kommen.

Im Werk- und Sachunterricht der Riemsloher Schule stehen jetzt als erste Bauvorhaben Tiere, kleine Windmühlen, Autos und Traktoren auf dem Programm.


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