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05.03.2018, 15:43 Uhr KOMMENTAR ZUM EINSATZ IM NAAVA

Unpopuläre, aber richtige Polizeiaktion im Meller Naava

Kommentar von Christoph Franken

Verkehrskontrollen rund um das Naava führte die Polizei zuletzt im April 2017 durch. Foto: Christina WiesmannVerkehrskontrollen rund um das Naava führte die Polizei zuletzt im April 2017 durch. Foto: Christina Wiesmann

Melle. In der Nacht zu Sonntag fand eine groß angelegte Behörden-Razzia im Meller Club Naava statt. Der Einsatz auch zu dieser ungewöhnlichen Tageszeit war gut. Ein Kommentar.

Bei den bisherigen Polizeieinsätzen rund um das Naava ging es um die üblichen Straftaten, wie sie im Umfeld solcher Groß-Diskotheken leider schon fast zur Tagesordnung gehören: testosterongesteuerte Schlägereien mit Körperverletzung unter Alkoholeinfluss und Drogendelikte.

Die Aktion am Wochenende hat da eine ganz andere Qualität: Sie richtete sich gezielt gegen die Betreiber des Clubs und im Raum steht der Verdacht von Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit. Es ist gut, dass es die Fahnder nicht bei Tresoröffnungen und Wohnungsdurchsuchungen belassen, sondern sie den unpopulären Schritt einer Razzia mitten im Geschäftsbetrieb gehen. Nur so erhalten sie einen echten Einblick in die Einnahmen eines Abends.


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