Auf Instrumentenjagd Großtauschtag bei Briefmarkenfreunden in Melle

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Briefmarkengroßtauschtag: Joachim Weiß (links) von den Briefmarkenfreunden Grönegau freut sich über die Sammelleidenschaft des jungen Karl Gustav Olsen. Foto: Conny RutschBriefmarkengroßtauschtag: Joachim Weiß (links) von den Briefmarkenfreunden Grönegau freut sich über die Sammelleidenschaft des jungen Karl Gustav Olsen. Foto: Conny Rutsch

cru Melle. In Zeiten von schnell versandten E-Mails scheinen Briefmarken anachronistisch zu sein. Der Großtauschtag bei den Briefmarkenfreunden Grönegau zeigt ein anderes Bild. Am Sonntag trafen sich die Jäger und Sammler der kleinen Papierchen im DRK-Zentrum in Melle.

Tauschen oder kaufen heißt die Devise von Briefmarkensammlern. „Manch einer möchte eine vielleicht geerbte Sammlung loswerden“, erklärt Herbert Käppel aus Lingen vom Nordwestdeutschen Philatelistenverband Elbe Weser Ems, „in diesem Fall beraten wir und stellen die Verbindung zu Händlern oder Auktionshäusern her.“ Andere Sammler, die schon Tausende Marken besitzen, suchen die eine, die in einer bestimmten Reihe noch fehlt.

„Briefmarken sind keine Kapitalanlage mehr“

„Briefmarken sind heutzutage keine Kapitalanlage mehr“, sagt Joachim Weiß, Schriftführer der Grönegauer Briefmarkenfreunde. Aber das Sammeln sei lehrreich und immer auch als ein Stück Zeitgeschichte zu sehen. Da ist etwa der größte Markenblock zum 15. Geburtstag der DDR mit noch ungezähnten Briefmarken. Und teure gibt’s immerhin auch. Für eine Marke deutscher Lokalpost aus der Zeit Ende des Zweiten Weltkrieges bezahlt der Sammler über 500 Euro.

Auch Jugendliche gehen auf Markenjagd

Motive gibt es zahllose. Beliebt sind Marken mit Blumen oder Bären, Flugzeugen oder Vögeln, Weltraum- oder Schiffsmotiven und viele andere mehr. Und dann heißt es beim Großtauschtag zu schauen, zu suchen.

Der 15-jährige Karl Gustav Olsen ist auf seiner Jagd nach Marken mit Musikinstrumenten fündig geworden. Er sammelt außerdem „Postwertzeichen“ aus Deutschland und Neuseeland. Sich in ein Motivthema zu vertiefen bedeutet auch, sich inhaltlich damit zu beschäftigen. Lehrreich ist diese Sammelleidenschaft allemal, und die Grönegauer Philatelisten freuen sich sehr, dass auch in Zeiten elektronischer Post Jugendliche kommen, um auf Markenjagd zu gehen.


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