Neueröffnung O Campino Warum es portugiesische Spezialitäten in Melle nur samstags gibt

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Melle. In Melle hat am Samstag mit O Campino ein Lebensmittelladen für portugiesische Spezialitäten eröffnet. Sowohl die Örtlichkeit als auch die Öffnungszeiten sind ungewöhnlich.

José Martins nimmt eine Flasche Ginja d’Óbidos in die Hand. „In Lissabon ist das ein Renner“, sagt der 48-jährige Portugiese. Nun sollen auch die Menschen in Melle in den Genuss dieses Sauerkirschlikörs kommen. Gemeinsam mit seiner Frau Susana und Sohn Leandro eröffnet er an diesem Samstag in der Oststraße 45 den Lebensmittelladen O Campino. Im Angebot hat er nicht nur den Likör, sondern viele weitere portugiesische Spezialitäten. Wie zum Beispiel Stockfisch, Olivenöl und Tomatenmarmelade. Portugiesisches Premium-Bier, Madeira-Wein und Degenfisch. Oder Mehlwurst, scharfe Piri-Piri-Soße und das Gebäck Pasteis de Nata.

Ladenverkauf in einer Garage

Dass es in der Oststraße diesen Laden gibt, ist jedoch nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Denn das Geschäft befindet sich in einer Garage – und darin in einem ehemaligen Hobbyraum. Wer bis nach hinten durchgeht, findet die kleine, aber feine Produktauswahl in Regalen und Kühlgeräten. Die Martins hatten schon immer vorgehabt, mal ein Geschäft zu eröffnen. Nun wagen sie den Schritt. Allerdings zunächst einmal nebenberuflich. Deshalb öffnet O Campino auch nur samstags von 10 bis 18 Uhr. An den anderen Werktagen gehen die Familienmitglieder andernorts arbeiten. José Martins etwa feierte jüngst sein 25-jähriges Jubiläum beim Granulathersteller Melos.

Die Waren kaufe er bei Großhändlern ein, erklärt der 48-Jährige. Sie importierten nichts direkt aus Portugal. Außer vielleicht die Leidenschaft für portugiesische Feinkost. Wer mag, kann sich zudem durch das Blättern in einem Kochbuch mit portugiesischem Rezepten inspirieren lassen.

Was heißt eigentlich O Campino?

Übrigens: Campino bedeutet so viel wie Stierhirte – eine typische Figur aus Martins‘ Heimat. Er stammt aus der kleinen portugiesischen Stadt Golegã, die für ihre Pferde- und Stierzucht bekannt ist.


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