Ortsratssitzung Hochwasser wieder mal ein Thema in Gesmold

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Land unter: Wieder war der Hochwasserschutz Thema im Gesmolder Ortsrat. Archivfoto: Michael GründelLand unter: Wieder war der Hochwasserschutz Thema im Gesmolder Ortsrat. Archivfoto: Michael Gründel

Gesmold. Der Hochwasserschutz zum wiederholten Male, die nach Beschädigung abgebaute Bushaltestelle Von-Amelunxen-Weg und der Internetausbau waren einige Themen im Ortsrat Gesmold.

Tiefbauamtsleiter Thomas Große-Johannböcke beschrieb das Thema Hochwasserschutz als komplex. Nach Sturm „Cathleen“ wurde das Thema aufgearbeitet. Das Teilungsverhältnis an der Bifurkation ist mit ein Drittel (Else) zu zwei Drittel (Hase) zwar wasserbehördlich festgeschrieben, bei Hochwasser dreht es sich allerdings um. Dann fließt mehr Wasser in die Else. Die Hase gebe vor der Bifurkation schon Wasser an die Uhle ab. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, wo Wasser zurückgehalten werden kann.

Einer der wichtigsten Punkte für Gesmold ist Große-Johannböcke zufolge der Einmündungsbereich von Königsbach und Hase. Dort soll durch einen anzulegenden Wall auf 40 bis 45 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche eingestaut werden. Somit könnten etwa 330000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Die Entschädigung für diese Flächen müssen mit den Eigentümern noch verhandelt werden. Die Flächen sollen allerdings nicht erworben werden.

Ernteverluste befürchtet

Die Sitzung wurde unterbrochen, um den anwesenden Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich zu Wort zu melden. Die erklärten zum Beispiel, dass die Ackerflächen für die Betriebe notwendig seien. Im Falle eines Einstaus befürchten die Eigentümer Ernteverluste. Auch der Damm wird infrage gestellt. Die Eigentümer haben Sorge, dass ihr Hof nicht mehr wirtschaftsfähig ist, und es bleibe auch die Frage, wo dann die Gülle aufgebracht werden solle?

Die Einwohner stellen die vom Bürgermeister geführten Gespräche mit Borgloh infrage. Eigentümer haben nun selbst einen Planungsauftrag erteilt, der derzeit vom Planungsbüro der Stadt geprüft wird. Die Bifurkation bietet aus Sicht der Anlieger hingegen Möglichkeiten, das Wasser breiter zu verteilen. Das meiste komme im Hochwasserfall aus Borgloh, wo keine oder zu wenig Wasserrückhaltung betrieben werde. Auch die Umlegung der Alten Else in Gesmoldsollte weiterverfolgt werden – das scheitert aber immer noch an der Flächenverfügbarkeit.

Gespräche mit Borgloh

Ortsbürgermeister Michael Weßler und Thomas Große-Johannböcke teilen mit, dass Gespräche mit Borgloh geführt wurden. Dort werde der Königsbach überprüft, um die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren. Weßler betonte abschließend, dass der Ortsrat weiter nach Möglichkeiten suchen werde, einen verbesserten Hochwasserschutz zu erreichen.

Ein Anwohner wollte den Planungsstand zum Internetausbau in Dratum-Ausbergen wissen. Er habe gehört, dass nicht alle Haushalte versorgt werden. Anfang April soll zu dem Thema eine Bürgerversammlung stattfinden, antwortete Michael Weßler. Der Ausberger Weg werde auf jeden Fall im Rahmen der Maßnahme mit ausgebaut. Es gebe Absprachen, dass im Rahmen der Flurbereinigung Leerrohre mitverlegt werden. Für die nächste Förderperiode 2019 gebe es einen bereits genehmigten Antrag zur weiteren Erschließung an der Sutmühle, Rellge und Uhlenberg.

Die Bushaltestelle Von-Amelunxen-Weg ist durch einen Schadenfall im November beschädigt worden und wurde abgebaut. Es gibt noch keinen Termin für eine neue Wartehalle. Harald Kruse (CDU) bittet darum, schnellstmöglich zu handeln. Der Schadensfall war im November, die Wartehalle wurde im Februar abgeräumt. Ein Austausch in diesem Fall müsste doch ein Selbstläufer sein, so Kruse.

Verwirrung gab es um die geplanten W-Lan-Hotspots. Die Frage ist, ob pro Stadtteil einer oder zwei eingerichtet werden sollen. In Gesmold auf jeden Fall an der Linde.


Notizen aus der Ortsratssitzung

Geschwindigkeitsmessung: Verdeckte Messungen am Hörstenweg haben ergeben, dass 85 Prozent der Fahrzeuge mit im Durchschnitt 36 Kilometer pro Stunde fahren. Höchstgeschwindigkeit in der 30er-Zone war 61 Kilometer pro Stunde. Ebenfalls gemessen wurde an der Plaggenstraße. Die gemittelte Geschwindigkeit beträgt 59,9 km/h. Vereinzelt wurde aber auch schneller gefahren. Das Ordnungsamt sieht hier keinen Handlungsbedarf. Harald Kruse (CDU) bat darum, auf die Polizei einzuwirken, dass regelmäßig geblitzt wird.

Vandalismus: Im Ort gibt es mehrere Straßenlaternen, die seit längerer Zeit defekt sind und noch nicht ausgetauscht wurden. Laut Tiefbauamtsleiter Thomas Große-Johannböcke gibt es vermehrt Vandalismus. In den Köpfen mancher Straßenlaternen seien Steine gefunden worden.

Spiegel: Der Ortsrat hat in seiner letzten Sitzung einen Spiegel an der Dratumer Straße/Schimmweg/Salzstraße gefordert. Das Tiefbauamt ist dagegen. Laut Große-Johannböcke suggeriere ein Spiegel Sicherheit, die nicht da ist. Er wäre aber bereit, auf Wunsch einen Spiegel aufstellen zu lassen.

Einwohner: Gesmold hat nach der neuen Bevölkerungsstatistik 2017 3239 Einwohner, 50 weniger als 2016. Laut Kruse In Gesmold mangele es an Baugebieten. Außerdem spielen die Einwohner am Ludwigsee eine Rolle, die sich mit dem ersten Wohnsitz anmelden sollten. Das sei aber baurechtlich nicht möglich.

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