Ortsratssitzung Kirchhofsburg in Melle-Buer soll barrierefrei werden

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Buer. Der Ortsrat Buer hat ein ganzheitliches Konzept für die barrierefreie Gestaltung der Kirchhofsburg in Auftrag gegeben. Darüber hinaus soll auf einer Freifläche an der Straße Alter Handelsweg eine Begegnungsstätte für die Einwohner entstehen.

Seit Jahren arbeitet der Ortsrat Buer darauf hin, den Ortskern verkehrstechnisch zu entlasten. Dazu sollen unter anderem die Landesstraßen 83 und 92, die sich im Zentrum vor dem Torbogen zur Kirchhofsburg vereinigen, zu Stadtstraßen herabgestuft werden. Für die Straße Kirchplatz, die rund um die St.-Martini-Kirche verläuft, und den Alten Handelsweg käme dann eine Einbahnstraßenregelung infrage. In diesem Zuge soll die Kirchhofsburg barrierefrei werden.

Kostenerfassung für Kirchhofsburg

Wie Barbara Rolle (SPD) während der Ortsratssitzung Buer verlas, soll dabei der Kirchplatz im Norden der Kirche neu gestaltet und dort geordnetes Parken eingeführt werden. Ein Ingenieurbüro habe dem Arbeitskreis „Dorfentwicklung und Umwelt“ eine Bestandsaufnahme der Kirchhofsburg vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt habe der Kreis das Büro nun beauftragt, eine Kostenerfassung als ganzheitliches Konzept für die barrierefreie Gestaltung zu erstellen. Das Konzept umfasst die Einbahnstraßenregelung, die Maßnahmen auf der Nordseite der Kirche sowie die mögliche Einflussnahme des Grundstückseigentümers bei der Denkmalpflege. Ein entsprechender Antrag von der SPD/Grüne-Fraktion wurde einstimmig angenommen.

Freifläche am Alten Handelsweg

Ebenfalls auf Anregung der SPD/Grüne-Fraktion soll der Ortsrat ein Konzept für eine öffentliche Begegnungsfläche auf einer bisher unbebauten Fläche am Alten Handelsweg erstellen. „Wir haben Angst, dass die Freifläche in private Hände fällt“, sagte Rolle nach der Antragsverlesung. Deshalb solle die Stadt gebeten werden, die Fläche von der Wohnbau Grönegau zu erwerben. Außerdem sei eine Förderung durch integrierte ländliche Entwicklung (Ile) oder die Dorferneuerung denkbar. Konkrete Gestaltungsvorschläge nannte die SPD-Frau nicht.

Nach Vorstellung des Ortsrates Buer soll auf der Freifläche am Alten Handelsweg eine Begegnungsstätte entstehen. Foto: David Hausfeld

Arend Holzgräfe (FDP) gab zu bedenken, dass sich eine Ile-Förderung als schwierig gestalte. Er riet, die Priorität stattdessen auf eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung zu legen. Grundsätzlich stimme er dem Antrag jedoch zu. Einstimmig wurde dieser angenommen.

Mangel an Kita-Plätzen

Die Kinderbetreuung in Buer sei laut Ortsbürgermeister Dieter Finke-Gröne bis August 2018 gedeckt. Ab dann gebe es jedoch Bedarf an weiteren Kita-Plätzen. Auf Antrag von SPD/Grüne soll für Buer ein Konzept erarbeitet werden, wie der Mangel an Kita-Plätzen ab dem Jahr 2019/2020 behoben werden kann. Die Erweiterung des Kinderhauses solle in die Prioritätenliste der Stadt aufgenommen werden. Laut Barbara Rolle sei der Antrag gestellt worden, damit Buer bei der Stadt Melle nicht vergessen werde„und es am Ende heißt ‚ach die paar Kinder kriegen wir auch noch unter‘“. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, allerdings wies Mirco Bredenförder (CDU) darauf hin, dass Kitas in der Prioritätenliste der Stadt „nicht ganz oben“ stehen.


Notizen aus der Ortsratssitzung

Turnhalle: Unter die Decke der alten Turnhalle wird ein neues Trägersystem eingezogen, sagte Ortsbürgermeister Dieter Finke Gröne (CDU). Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Herbst dauern. Die Kosten werden laut Finke-Gröne auf rund 40000 bis 50000 Euro geschätzt.

Feuerwehr: Das Feuerwehrhaus der Feuerwehr verfügt nicht über getrennte Umkleiden und Toilettenräume für Jungen und Mädchen. Laut Finke-Gröne hat der Ausbau bei der Stadt Melle keine hohe Priorität, der Ortsrat könne aber vielleicht eine „kleine Lösung“ finden.

W-Lan: Bis Mitte des Jahres soll öffentliches W-Lan in den einzelnen Meller Stadtteilen umgesetzt werden. Dafür müssten zwei Standorte in Buer ausgewählt werden. Außerdem gilt es laut Finke-Gröne entsprechende W-Lan-Systeme auf ihre Eignung hin zu prüfen.

Hundekot: Lars Ewering (SPD) berichtete, dass vermehrt Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht ordnungsgemäß entsorgen. Auch Finke-Gröne sagte, mehrmals auf das Thema angesprochen worden zu sein, und wies auf die kostenlosen Kotbeutel hin.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN