Ab Sommer auch nach Borgloh Stadt Melle arbeitet an einer Busverbindung nach Bielefeld

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Die Stadt Melle will die Busstrecken ausweiten. Foto: Michael GründelDie Stadt Melle will die Busstrecken ausweiten. Foto: Michael Gründel

Melle. Die Stadt Melle arbeitet an einer Busverbindung nach Bielefeld. „Da hat es erste Gespräche gegeben“, sagte Hubert Borgelt, Geschäftsführer von Schrage Reisen, im Ortsrat Wellingholzhausen.

Der ÖPNV, der Öffentliche Personennahverkehr, ist eigentlich Sache des Kreises, einige Zuständigkeiten liegen aber bei der Stadt, erläuterte Borgelt. Etwa der Nachtbus, der ab August ausgeweitet wird. Dann fährt er auch in den Sommerferien sowie an Freitagen ab Melle nach Osnabrück (Linie 381). „Da sollte man nach zwei, drei Jahren schauen, ob sich das lohnt; wir wollen ja keine heiße Luft durch die Gegend fahren“, meinte Borgelt und fügte an: „Mein Gefühl: das wird laufen.“

Damit der Meller Stern nicht mehr in Neuenkirchen erlischt

Zu einer möglichen Verbindung von Melle nach Bielefeld habe es erste Gespräche gegeben. Denkbar wäre, dass der sogenannte Meller Stern (Strahlen in alle Stadtteile, aber keine Rundkurse) demnächst nicht mehr in Neuenkirchen erlischt, sondern Busse bis Werther weiterfahren. Dort könnte ein NRW-Unternehmen den Anschluss herstellen. Diese Verbindung sei ein Wunsch der Stadt, sagte der Wellingholzhausener Borgelt, trotzdem müsse man schauen, „ob das letzten Endes auch zu finanzieren ist“.

Neu: Melle - Borgloh

Offenbar weitgehend eingetütet ist eine direkte Linie von Melle nach Borgloh ab dem nächsten Schuljahr. Damit solle vor allem die BBS gestärkt werden. Der Bus fährt zur ersten Stunde (7.35 Uhr) ab Borgloh bis Haltestelle Wasserwerk (Gesmolder Straße) in Melle-Mitte und nach der sechsten (13.30 Uhr) sowie nach der achten (15.45 Uhr) zurück.

Rundkurs macht keinen Sinn

Im Übrigen sei Melle sehr gut aufgestellt. Bustransfers „nach der 4., 5., 6., 7., 8. Stunde – das hat sonst keiner.“

Auf die Frage, ob die Stadtteile untereinander besser angebunden werden könnten, antwortete Borgelt, das sei vor zwei Jahren geprüft worden. Doch bei einem Rundkurs wäre der Bus von Welling nach Neuenkirchen eine Stunde unterwegs: „Das macht keinen Sinn.“

„Hybrid ist halben Kram“

Ein kurzer Blick in die Zukunft: „Elektrofahrzeuge kann ich mir für uns nicht vorstellen.“ Warum? Weil ein Bus je nach Größe 240.000 bis 330.000 Euro koste und E-Busse „fast das Doppelte“. Alternativen? „Hybrid ist halben Kram“, da sei Gas schon interessanter, „darüber werden wir mal nachdenken.“ Zuvor hatte Borgelt berichtet, dass es immer schwieriger sei, Fahrer zu bekommen („Wir kriegen fast keine mehr“). Aber der Computer am Steuer? Nicht in überschaubaren Jahren: „Autonomes Fahren in der Region werde ich nicht mehr erleben.“


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