Geld war nicht einzutreiben Schlecker schuldete Melle Steuern

Von Christoph Franken

Die Turbulenzen um die frühere Drogeriemarktkette Schlecker hatten schon sehr früh auch die Stadt Melle eingeholt. Archivfoto: dpaDie Turbulenzen um die frühere Drogeriemarktkette Schlecker hatten schon sehr früh auch die Stadt Melle eingeholt. Archivfoto: dpa

Melle. Wie am Rande der jüngsten Sitzung des Ortsrates Melle-Mitte bekannt wurde, hat die Stadt Melle bereits vor Jahren auf eine Steuerschuld von Anton Schlecker in Höhe von rund 50.000 Euro verzichtet.

Dem Vernehmen nach war die Entscheidung im Oktober 2012 im Verwaltungsausschuss gefallen, weil die Steuerschuld des Unternehmers damals nicht mehr einzutreiben gewesen sei. Man spricht in einem solchen Fall von einer „Niederschlagung der Steuern“. Der Verwaltungsausschuss ist nach dem Stadtrat das höchste Gremium der Stadt, das grundsätzlich nichtöffentlich tagt. Schlecker betrieb in Melle nicht nur Drogerie-Filialen, sondern auch ein Zentrallager im Gewerbegebiet Gerden.

Die Stadtverwaltung wollte sich auf Anfrage unserer Redaktion nicht zu dem Sachverhalt äußern. „Die Thematik fällt unter das Steuergeheimnis“, erklärte Stadtsprecher Jürgen Krämer. Aus diesem Grund werde die Kommune die genannte Zahl weder bestätigen noch dementieren.