Sieger fahren zum Landesentscheid „Jugend forscht“: Meller Gymnasium sechsmal prämiert

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Melle. Mit gleich acht Gruppen war das Gymnasium Melle beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ vertreten. Die 22 Schüler kehrten aus Diepholz mit einem ersten, zwei zweiten und drei dritten Plätzen zurück – saubere Zahlenlehre, die den begleitenden Mathelehrern Matthias Duling und Uwe Lehmann gefallen habe dürfte.

Die Überreichung des Regionalsiegerpreises an Johannes Nörenberg, Tobias Kansteiner und Carlos Wübbeler wurde gekrönt mit einer Einladung zum Landesentscheid (12. bis 14. März in Clausthal-Zellerfeld). Dort werden sie ihr Projekt „Untersuchung verschiedener Abhängigkeiten der Kräftewirkung zwischen Dauer- und Elektromagneten“ ein zweites Mal präsentieren.

Din-A-4-Blatt voller Formeln

Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen waren Ideen zu einem alternativen Antrieb. Um auf die oberste Stufe des Siegertreppchens zu kommen, mussten sie der Fachjury für Physik und besonders einem jungen Doktoranden der Teilchenphysik Rede und Antwort stehen. Ganz so einfach sei es aber wohl nicht, meinte der, er müsse aber noch mal in Ruhe darüber nachdenken. Am folgenden Morgen erschien er mit einem Din-A-4-Blatt voller Formeln und Umformungen und gab Tipps zur Vertiefung und Fortsetzung der Arbeit.

Leiser fliegen

Michael Heise, Paul Runge und Erik van Delden untersuchten, „ob es möglich ist, das Fliegen eines Flugzeuges geräuschloser zu machen“. Dazu versuchten sie drei besondere Eigenschaften eines Eulenflügels im Modell nachzubilden. „Leiser fliegen?“ wurde mit einem zweiten Platz ausgezeichnet.

Cola als Wundermitttel

Genau wie „Entrostung von Eisennägeln: Cola als Wundermitttel?“ von Janna Frerichs, Finn Oldeboershuis und Marvin Röhr (Jahrgang 10). Sie haben getestet, in welchen Flüssigkeiten sich Rost am besten entfernen lässt und ob die Temperatur sich darauf auswirkt.

Kann man den Magnus-Effekt auf die Straße bringen?

Dritte Plätze erreichten die Beiträge „Essenziell oder schädlich? Wirkung von Starklicht auf Heliophyten und Skiadophyten“ (Sonnen- und Schattenpflanzen) von Niklas Falke und Felina Spielvogel. „Unsere Luft muss besser werden! Alternative Methoden zur Luftreinigung etablieren“ (Maximilian Bornhorst, Lukas Haupt und Moritz Meyer zu Westram). Sowie „Kann man den Magnus-Effekt auf die Straße bringen?“, eine Fragestellung, die Lorenz Leimbrock, Jan Hendrik Schlörmann und Stefan Weisbeck erörterten. Beim Magnus-Effekt, benannt nach Heinrich Gustav Magnus (1802–1870),geht es um Strömungsmechanik. Genauer um die Kraft, die ein rotierender runder Körper in einer Strömung erfährt.

Außerdem wurden die Projekte „Sind die Meere noch zu retten?! – Versauerung der Ozeane“ (Fynn Bertelsmann, Jonathan Smolinski) sowie „Wie kann ein Akkumulator optimiert werden?“ (Sven Aufderheide, Pasqual Schulte, Tobias Zahl) präsentiert.

Die Wirkung von einsam gelegenen Jugendherbergen

Übernachtet hatten die Nachwuchs-Forscher in der Jugendherberge Dümmerlohausen, wo es zu dieser Jahreszeit zum Bedauern einiger Oberstufenschüler allerdings recht einsam ist. Die Fragestellung „Essenziell oder schädlich? Wirkung von einsam gelegenen Jugendherbergen auf tag- und nachtaktive Schüler“ wurde somit gleichsam ebenfalls untersucht.


Die Lehrkräfte Kerstin Fieberg und Christopher Klecker hatten die Projekte aus den Bereichen Biologie und Chemie betreut, der ehemaligen Referendar Mirko Pötter unterstützte die Schüler in Mathematik und Physik. „Auch sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Gymnasium acht Projekte beim Regionalwettbewerb stellen konnte“, hieß es dazu im Gymnasium.

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