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So viele Geburten wie lange nicht mehr Melle wächst und erreicht Höchstwert bei Einwohnerzahl

Von Karsten Grosser

Die Einwohnerzahl Melle ist im Jahr 2017 erneut gestiegen. Foto: Karsten GrosserDie Einwohnerzahl Melle ist im Jahr 2017 erneut gestiegen. Foto: Karsten Grosser

Melle. Der Trend der jüngsten Vergangenheit hat sich fortgesetzt: Die Zahl der Einwohner in Melle ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen und hat mit Blick auf die jüngste Dekade einen Höchstwert erreicht. Auch deshalb, weil 2017 in Melle so viele Kinder geboren wurden wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr.

In Melle waren zum 31. Dezember 2017 exakt 48.180 Einwohner gemeldet. Das teilte die Stadt Melle am Montag mit. Demnach wuchs die Zahl der Einwohner im Vergleich zum Vorjahr um 178 Personen (2016: 98) und erreichte damit auf Zehnjahressicht einen neuen Höchstwert. Im Jahresverlauf 2017 lag das Plus zwischenzeitlich sogar bei 247. Einen Tiefststand im Zeitraum von 2007 bis 2017 hatte es im Jahr 2014 mit 47.621 Einwohnern gegeben.

Besonders erfreulich: Mit 441 Geburten wurden im vergangenen Jahr so viele Kinder geboren wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Damit trugen die Geburten stärker als zuletzt dazu bei, die Bevölkerungszahl Melles zu erhöhen. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 505 etwas unter dem Vorjahreswert (535). Den maßgeblichen Anteil an der Zunahme der Einwohnerzahlen machten aber wiederholt die Zuzüge aus. Hier zählte die Stadt Melle 2236 neue Bürger (im Jahr 2016 waren es noch 2384). Ihnen stehen 1925 Fortzüge gegenüber (2016: 1953).

Bürgermeister Reinhard Scholz will zusätzlichen Wohnraum schaffen

Melles Bürgermeister Reinhard Scholz freut sich darüber, dass die Bevölkerungszahl in den vergangenen drei Jahren Schritt für Schritt angestiegen ist. Die Stadt sehe in der aktuellen Entwicklung auch einen Beweis dafür, dass Melle ein attraktiver Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort ist. „Um Menschen dauerhaft an Melle zu binden und darüber hinaus Neubürger von außerhalb für unsere Stadt zu gewinnen, müssen wir jetzt alles daran setzen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, sagte der Verwaltungschef weiter. Dies sei eine besondere Herausforderung, „der wir uns in den kommenden Jahren zu stellen haben“. Vorrangigstes Ziel müsse es sein, die Bevölkerungszahlen in den nächsten zwei Jahrzehnten weiter auszubauen, um auf diese Weise dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Die Hauptgründe für einen Umzug nach Melle

Als Hauptgründe für einen Wohnortwechsel nach Melle zitiert die Stadt aus der Zuzugsbefragung des Landkreises Osnabrück den Wunsch nach Naturnähe, den Wunsch nach einer besseren Wohngegend, die Vergrößerung des Haushaltes, einen kürzeren Weg zum Arbeitsplatz oder Studienort, einen neuen Arbeitsplatz oder Studienort sowie eine Senkung der Fahrtkosten. Fortzügler nannten als Ausschlag für ihren Entschluss hauptsächlich familiäre Gründe, einen Arbeitsplatzwechsel, eine Ausbildung oder den Wunsch nach einem Leben in einer größeren Stadt.

Mehr Frauen als Männer

Nach Angaben der Stadt lebten zum Stichtag 23.984 männliche und 24.196 weibliche Personen in Melle. Und der Familienstand? 19.118 waren ledig, 22.567 verheiratet, 2801 geschieden und 3205 verwitwet. 45 Paare waren in einer Lebenspartnerschaft.

Ein Blick auf die Konfessionen: Am 31. Dezember 2017 gehörten 20.077 Einwohner (2016: 20.343) der evangelisch-lutherischen Kirche, 14.443 Einwohner (2016: 14.519) der römisch-katholischen Kirche, 229 Einwohner (2016 = 230) der reformierten Kirche, ein Einwohner (2016: 1) der altkatholischen Kirche und 41 Einwohner (2016: 43) der evangelischen Freikirche an. In die Kategorie „Sonstige/ohne Konfession“ fielen 13.389 Personen (2016: 12.866).

Weitere Informationen:

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