Sigrid ten Thoren feierlich eingeführt St.-Petri-Kirche in Melle hat wieder eine Pastorin

Von Marita Kammeier

In Amt und Würden: Die neue Pastorin Sigrid ten Thoren (rechts) feiert nach der festlichen Einführung in der Ev.-luth. St. Petri-Kirche mit der stellvertretenden Superintendentin Gesine Jacobskötter. Foto: Marita KammeierIn Amt und Würden: Die neue Pastorin Sigrid ten Thoren (rechts) feiert nach der festlichen Einführung in der Ev.-luth. St. Petri-Kirche mit der stellvertretenden Superintendentin Gesine Jacobskötter. Foto: Marita Kammeier

Melle. Ein herzliches Willkommen bereitete die Ev.-luth. St.-Petri-Kirchengemeinde ihrer neuen Pastorin Sigrid ten Thoren bei der festlichen Amtseinführung. Zahlreich war die Schar der Gratulanten und Redner in der bis zu den Emporen voll besetzten Kirche.

Festliche Fanfarenklänge eröffneten am Sonntagnachmittag den Gottesdienst zur Einführung der neuen Gemeindepastorin. Die Nachfolgerin von Pastor Christoph Stiehl wird ab sofort die zweite Pfarrstelle der Kirchengemeinde besetzen. „Es ist lange her, so um die 70 Jahre, dass wir in St. Petri eine Pastorin hatten“, überlegten einige Gemeindemitglieder.

Festliche Zeremonie

Am Bildschirm verfolgten die Patienten des CKM und Bewohner der Diakonischen Altenhilfe die von Chören begleitete feierliche Zeremonie. „Den Geist der Kraft, der Besonnenheit und Vernunft überall dort, wo Menschen Hilfe brauchen“, wünschte Gesine Jacobskötter, die stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte der neuen Pastorin bei der offiziellen Einführung in ihren Dienst.

Es sei wichtig, die Menschen zu berühren und ihre Sehnsucht zu wecken. „Steht eurer Pastorin bei“, motivierte Gesine Jacobskötter die Gemeinde. Anschließend folgten bewegende Texte von Pastor Richard Schröder, Patronin Sabine Freifrau von Richthofen, Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller und Meike Joost-Meyer zu Bakum.

Mit den Worten „Ein gutes Gelingen für die nächste Turmsanierung“ überreichte Diakon Martin Walbaum als Vertreter der St.-Matthäus-Kirche die Figuren der beiden Kirchturmhähne Mats und Pit. „Freie Zeit für Wanderungen“ wünschte Pastor Bernhard Julius von der Paulusgemeinde der neuen Kollegin.

Intensiver Austausch

Auf den intensiven Austausch von Kirche und Stadt wies Bürgermeister Reinhard Scholz hin: „Eine Pastorin ist heute Moderatorin, Kommunikatorin, Initiatorin und Werbeträger zugleich.“ Jeder habe sein persönliches Idealbild von dieser Position, die außerdem Ansprechpartner sei für Orientierung und Lebenssinn.

Das sei ein guter Anfang mit beschwingten Klängen, harmonischen Worten und sorgfältiger Vorbereitung, dankte Sigrid ten Thoren allen Mitwirkenden. „In vino veritas, die Wahrheit sagen“, betonte die Pastorin bei ihrer offiziell ersten Predigt von der Kanzel der St.-Petri-Kirche.

Jesajas Liebeslied

Am Beispiel von Jesajas Liebeslied, das in Klagen endete, lenkte ten Thoren auf die aktuellen Probleme über. Ob in Jerusalem, Berlin oder Damaskus: Das Kindersterben, die halbherzigen Kompromisse auf Klima- und Sicherheitskonferenzen, aber auch die Klagen über die schlechte Welt nähmen kein Ende.

Musikalisch gestalteten der Posaunenchor unter Leitung von Ursula-Maria Busch sowie Chöre unter der Leitung von Daniel Skibbe und Andreas Opp den Festgottesdienst. Groß war die Zahl der Gratulanten nach dem Gottesdienst, als Sigrid ten Thoren mit Gästen und der Kirchengemeinde feierte.