Kurzweiliger Kreislandfrauentag Die Begeisterungsfähigkeit der Meller Landfrauen

Von Marita Kammeier


Melle. „Neue Wege geht das Land“, erklärte die Kreisvorsitzende Kathrin Möntmann beim Auftakt des Meller Kreislandfrauentages im Forum. Das spitzige Abendprogramm mit dynamischen Tanzvorführungen und amüsanten Vorträgen motivierte und würdigte zugleich das gesellschaftliche Engagement der Landfrauen.

Neben 220 Landfrauen aus den fünf Ortsvereinen der Stadt, dem Landkreis Osnabrück und aus Nordrhein-Westfalen saßen unter anderen Politikerinnen, Vertreter des Landvolkes, der Kreissparkasse, des Hausfrauenbundes und der Dorfhelferinnen im Publikum. Der kurzweilige Abend unter dem Jahresmotto der Landfrauen „Begeisternd -Bewegend“ sprach sowohl die Arbeit als auch die Probleme in der Landwirtschaft an.

„Es macht Spaß, sich vor Ort mit Ideen und Impulsen einzusetzen. Wir müssen uns jedoch immer wieder unseren Platz erkämpfen“, betonte Kathrin Möntmann in ihrer Begrüßungsrede. 600 Landfrauen sind in Melle organisiert und 500 000 bundesweit.

Schwierige Balance

„Die Kultur auf dem Land voranbringen. Schickt Texte an die Geschäftsstelle“, motivierte Agnes Witschen als Vorsitzende des Landesverbandes Weser -Ems, die an die hohen Beiträge der Landfrauen in Politik und Gesellschaft erinnerte.

„Mehr Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft“, forderte Jürgen Sixtus als Vorsitzender des Landvolkes. Es sei eine große Herausforderung, die Balance in den Betrieben mit familiären Belastungen und Problemen zu halten.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Mielke skizzierte das Bild der modernen, selbstbewussten Landfrau, die aufgeschlossen und agil Neues probiert.

Grußworte und Ehrungen wechselten mit dynamischen Hip-Hop-Auftritten der Tanzgruppe „Team Revulsion“ unter der Leitung von Jonas. Anerkennung und Würdigung für langjährige Verdienste erhielten anschließend Annegret Nitsch, Christa Ballmeyer, Karin Wirkuttis, Helga Körkemeier, Ulrike Aschermann, Ingrid Peters, Anke Detert und Brigitte Grau.

Mit Seitensprung

Der Ostwestfale Ralf R. Strupat kommt auf Dienstreisen überall rum in Deutschland: 500 Übernachtungen in 14 Jahren. Eine Situation blieb ihm jedoch in Erinnerung.

„Darf ich Sie zum Seitensprung einladen?“ Diese Begrüßung im Hotel erzeugte Schweißperlen, wie der Referent dem Publikum schilderte. Die Empfangsdame klärte ihn jedoch nach einer Pause auf: „So heißt bei uns der Empfangscocktail.“

„Wer mit Leidenschaft bei der Sache ist, arbeitet effizienter“, so lautete die Botschaft des Begeisterungsprofis, der die Zuhörer mit Sätzen wie „Wir sind das viertreichste Land der Welt und zugleich der größte Schnäppchenjäger“ zum Schmunzeln und Nachdenken brachte .

Motivationsrede

Wie lautet die Formel für ein enttäuschtes Leben? Zu hohe Erwartungen. „Dankbarkeit, Demut und Respekt führen dagegen zu einem begeisterten Leben“, betonte der Referent. Eine weitere Botschaft lautete: „Jammern macht krank, und negatives Denken frisst unsere Energie.“

Das Publikum nahm sich die Motivationsrede zu Herzen und diskutierte nach dem dreistündigen Programm noch ausgiebig über die Themen.