Sturmtief Friederike forderte Feuerwehrverband Melle: Rückblick auf turbulentes Jahr

Von Christina Wiesmann


Oldendorf. Der Feuerwehrverband Melle blickte am Freitagabend während seiner Delegiertenversammlung im Gasthaus Hubertus in Melle-Oldendorf unter anderem auf das turbulente Sturmtief „Friederike“ zurück.

Stadtbrandmeister und Verbandsvorsitzender Rainer Schlendermann freute sich über die Abordnungen der Orts-und Werksfeuerwehren aus dem Stadtgebiet, die zur Versammlung erschienen waren.

Bürgermeister Reinhard Scholz überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. Er dankte den Ehrenamtlichen herzlich für ihren Einsatz an 365 Tagen im Jahr. Zu den turbulenten Einsätzen, die das Sturmtief „Friederike“ im Januar mit sich brachte, sagte Scholz: „Alle 16 Wehren waren im Dauereinsatz.“ Der oberste Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehen betonte zudem: „Sie haben dazu beigetragen, dass viele Menschen vor Schaden bewahrt wurden.“

Wie Rainer Schlendermann informierte, gab es in der kurzen Zeit, die das Sturmtief am 18. Januar im Grönegau wütete, 100 Einsätze. Er dankte den Mitarbeitern in Politik und Verwaltung, die die Feuerwehr immer unterstützen und auch den Arbeitgebern, die für Freistellungen im Einsatzfall eine wichtige Stütze sind.

Die Oldendorfer Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn hatte ebenfalls ein großes Dankeschön für die Ehrenamtlichen parat. Sie erinnerte daran, wie wichtig die Tätigkeit der Helfer ist und wünschte sich: „Kommen Sie bitte immer gesund und heile von Ihren Einsätzen zurück.“

Grüße und Dank

Vom Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit, Ordnung und Verkehr überbrachte der Vorsitzende Erich Walkenhorst einen Gruß; Ludger Flohre, stellvertretender Abschnittsleiter-Süd der Kreisfeuerwehr Osnabrück, überbrachte Grüße und ein Dankeschön für die „professionelle Leistung“ – unter anderem beim Sturmtief – im Namen des gesamten Kreiskommandos.

Digitaler Funk

Den Jahresbericht hatte Nils Hoyermann zusammengestellt. Neben Details zu Einsatzfahrzeugen und Geräten, Feuerwehrhäusern und dem Jugendbereich wies er daraufhin: „Im Berichtsjahr 2017 wurden alle Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Melle – bis auf die Fahrzeuge, die aktuell in der Ersatzbeschaffung sind – auf die digitale Funktechnik umgerüstet.“

Der Verbandsvorsitzende freute sich über die positive Resonanz zur Kinderfeuerwehr, die am 21. März 2017 ins leben gerufen wurde: „Das ist weitaus mehr, als ein Experiment. Die ersten wechseln demnächst in die Jugendgruppen.“

Den Kassenbericht hatte Kassenwart Gerhard Frenzel zusammengestellt, Kassenprüfer Uwe Sell beantragte nach erfolgreicher Prüfung Entlastung, die einstimmig erteilt wurde.

Als dritter Kassenprüfer scheidet Uwe Sell nach drei Jahren aus. Zu seinem Nachfolger wurde Stefan Dierker gewählt, der nun den beiden anderen Kassenprüfern Mirco Brinkmann und Jörg Klusmann zur Seite steht.

Im Vorstandbereich wurden Beisitzer Dirk Niederwestberg, Kassenwart Gerhard Frenzel, stellvertretender Kassenwart Hartmut Rahe, Schriftführer Ludger Flohre und stellvertretender Schriftführer Wolfgang Kleinken einstimmig durch Wiederwahl im Amt bestätigt.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurden zudem langjährige Mitglieder geehrt.

Seit 25 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Melle: Wilfried Kuhr (Oberfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Neuenkirchen), Dieter Kienker (Werkfeuerwehrmann, Werksfeuerwehr Westland-Assmann).

Seit 40 Jahren Mitglied: Alfons Heggemann (Erster Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen), Heinrich Parlmeyer (Werkoberfeuerwehrmann, Werkfeuerwehr Schomäcker).

Seit 50 Jahren

Seit 50 Jahren Mitglied: Bernd Greger (Erster Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Altenmelle), Heinz Rieke und Heinz Wierspecker (beide Oberfeuerwehrmann, beide Ortsfeuerwehr Hoyel), Werner Pottebaum und Helmut Rauer (beide Oberfeuerwehrmann, beide Ortsfeuerwehr Markendorf), Gerd Feldscher (Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Melle-Mitte), Wilfried Ewert (Oberfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Neuenkirchen), Karl-August Siepelmeyer (Oberbrandmeister) und Günter Wellmann (Hauptfeuerwehrmann; beide Ortsfeuerwehr Riemsloh), Josef Siepelmeyer (Oberfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen).

Seit 60 Jahren

Seit 60 Jahren Mitglied: Walter Krämer (Erster Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Bakum), Wilhelm Enewoldsen (Oberfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Gesmold), Helmut Maske (Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Hoyel), Helmut Kröger (Erster Hauptfeuerwehrmann) und Wilhelm Landwehrmeyer (Brandmeister; beide Ortsfeuerwehr Markendorf), Georg Bolte (Hauptfeuerwehrmann) und Heinz Gieseking (Hauptfeuerwehrmann; beide Ortsfeuerwehr Riemsloh), Heinfried Schmidt (Hauptfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr St. Annen), Heinrich Niebäumer (Oberfeuerwehrmann, Ortsfeuerwehr Tittingdorf).

Seit 75 Jahren

Seit 75 Jahren Mitglied ist Oberbrandmeister Alfred Koch von der Ortsfeuerwehr Oldendorf.