Asya Fateyeva am Saxophon Konzert mit Einführung in Melle-Buer

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Die preisgekrönte Saxofonistin Asya Fateyeva begeisterte das Meller Publikum beriets beim Neujahrskonzert, damals unter der Leitung von Dirigent Christoph-Mathias Mueller. Foto: Conny RutschDie preisgekrönte Saxofonistin Asya Fateyeva begeisterte das Meller Publikum beriets beim Neujahrskonzert, damals unter der Leitung von Dirigent Christoph-Mathias Mueller. Foto: Conny Rutsch

Buer. Mit einem Großaufgebot an Musikern tritt die Bläserphilharmonie Osnabrück am Samstag, 3. März um 19 Uhr in der Martinikirche Buer auf.

Mit Asya Fateyeva konnte die Bläserphilharmonie eine Gastsolistin am Saxophon gewinnen, die vor zwei Jahren als beste Nachwuchskünstlerin den Echo-Klassik Award gewann. Sie ist dem Meller Publikum bereits durch einen Auftritt mit den Göttinger Symphonikern im Neujahrskonzert bekannt.

Im aktuellen Programm „Fremde Heimat“ stellt die Bläserphilharmonie Osnabrück die künstlerischen Auswirkungen der Exilserfahrung wichtiger Komponisten des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt.

Exilwerke entstehen zumeist unter an¬deren Bedingungen – entweder für neue Auftraggeber, bewusst gegen das Regime oder als Selbstreflexion des Verlusts der eigenen, und Kritik an der neuen Heimat. Vielfach stellen sie auch ein beharrliches Schreiben gegen die aktuelle Zeit in der Hoffnung auf bessere Zeiten dar, um wenigstens im künstlerischen Bereich Haltung und Normalität zu wahren.

Musik im Exil

Ausgewandert aus dem Europa der musikalischen Moderne, zumeist in die Fremde der Traumfabrik Hollywood erzählen Komponisten wie Arnold Schönberg (Thema und Variationen op. 43a) und Paul Hinde¬mith (Marsch aus Sinfonische Metamorphosen nach Themen von Carl Maria von Weber) in ihrer Musik über Grenzen und Grenzerfahrungen, über Flucht und Fremdsein und der Suche nach Heimat. Einen anderen Weg gingen jene wie Dmitri Schostakowitsch (Sinfonie Nr. 9), die sich wohl eher in die „innere Emigration“ begaben, da ihre eigene Heimat denn mehr zur Fremde wurde.

„Verdächtiges“ Instrument

Im Zentrum des Konzerts steht zudem ein Saxophon-Konzert, wurde das Instrument doch gerade im Nationalsozialismus als „verdächtig“ bezeichnet und als Repräsentant der „entarteten Musik“ diffamiert, in der man gegen Jazz, Neue Musik und jüdische Künstler und Komponisten polemisierte und deren Entfernung aus dem deutschen Musikleben forderte.

Ingolf Dahls Concerto for Altosax and Wind Orchestra ist dabei eines der großen Solokonzerte im Saxophonrepertoire. Als Solistin steht der Bläserphilharmonie Asya Fateyeva zur Seite die erst kürzlich erst kürzlich mit ihrer neuen CD „Bachiana“ Aufsehen erregte.

Nummerierte Platzkarten können im Vorverkauf für 12,- € (Abendkasse 15,- €) beim Meller Kreisblatt und in der Buchhandlung Sutmöller, sowie in Rullkötters Blumenhaus, Buer erworben werden. Dem Konzert geht ab 18.15 Uhr eine etwa 20 minütige Einführung voraus.


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