Protest gegen lange Bauzeit Eltern überreichen Melles Bürgermeister Unterschriften

Von Michael Hengehold

Ein Jahr, nachdem die Decken in der Wilhelm-Fredemann-Oberschule geöffnet wurden, sind die Verkleidungsarbeiten noch nicht ausgeschrieben worden, erfuhr die Schulelternratsvorsitzende Marion Grüter (links, hier mit Schulleiterin Sandra Apeler) im Gespräch mit der Stadtverwaltung. Foto: Michael HengeholdEin Jahr, nachdem die Decken in der Wilhelm-Fredemann-Oberschule geöffnet wurden, sind die Verkleidungsarbeiten noch nicht ausgeschrieben worden, erfuhr die Schulelternratsvorsitzende Marion Grüter (links, hier mit Schulleiterin Sandra Apeler) im Gespräch mit der Stadtverwaltung. Foto: Michael Hengehold

Neuenkirchen. Eine Gruppe von Eltern und Schülern der Wilhelm-Fredemann-Oberschule Neuenkirchen hat Bürgermeister Reinhard Scholz eine Unterschriftenliste übergeben. Damit drücken die Unterzeichner ihren Unmut über die lang anhaltenden Bauarbeiten aus.

Etwa 25 Eltern und Schüler hatten sich im Sitzungssaal des Stadthauses zu dem Termin eingefunden, berichtet Marion Grüter als Vorsitzende des Schulelternrates. Der hatte die Unterschriftensammlung initiiert, die eine „schnellstmögliche Umsetzung“ der Baumaßnahmen fordert. Die Listen lagen in Neuenkirchen, Riemsloh, Melle-Mitte und Wellingholzhausen aus – den Stadtteilen, aus denen die Oberschüler kommen.

621 Unterschriften seien zusammengekommen, sagt Marion Grüter, die wurden dem Bürgermeister überreicht, außerdem waren Stadtbaurat Holger Clodius und Guido Kunze, Leiter des Gebäudemanagements, anwesend. Die Eltern hätten „richtig Dampf abgelassen“, vieles davon habe „leider“ Guido Kunze abbekommen, der ja auch nicht für alles etwas könne.

Bürgermeister Scholz sei sehr freundlich gewesen, habe aber auch eingeräumt, dass nicht alles optimal gelaufen sei. Das Gespräch sei „eigentlich ganz positiv“ verlaufen, allerdings mit einer Ausnahme. Wie die Eltern in dem Termin am Dienstag erfuhren, seien die Deckenverkleidungsarbeiten noch nicht einmal ausgeschrieben worden: „Da waren wir echt geschockt.“ Die Decken im Fachraumtrakt wurden in den Osterferien 2017 entkleidet, seitdem sind sie offen.

Die Stadt wolle nun noch einmal das Gespräch mit Schulleiterin Sandra Apeler suchen, die zuletzt gesagt hatte, dass kürzere Bauarbeiten auch während der Schulzeit besser wären, als noch drei Jahre Baustelle zu sein. Grüter: „Diese Gespräche warten wir jetzt erst einmal ab und hoffen, dass die zügig geführt werden.“

Jedoch: „Schlussendlich müssen jetzt Taten folgen, der Worte sind wir leid“, so die Elternratsvorsitzende, „ich hoffe, das nun Bewegung reinkommt, sonst stehen wir da wieder auf der Matte.“

Dass die Gespräche mit der Schulleitung möglichst schnell aufgenommen werden sollen, bestätigt auf Anfrage Stadtbaurat Holger Clodius: „Wir werden das in Kürze mit Frau Apeler abstimmen. Der Zeitplan sieht vor, schwerpunktmäßig in den Ferien zu arbeiten, aber wir nehmen mit Interesse entgegen, dass die Schule bereit Einschränkungen im laufenden Betrieb hinzunehmen. Aber natürlich muss man auch schauen, was sinnvoll und machbar ist. Auch vor der Hintergrund von Sicherheitsfragen.“ Die Enttäuschung darüber, dass die Deckenarbeiten noch nicht ausgeschrieben wurden, kann Clodius nachvollziehen: „Das wird nach bisherigem Stand in den Sommerferien geschehen.“