„Ich suche nach Lösungen“ Ehemaliges Frye Center gehört wieder einer Mellerin

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Das ehemalige Frye Center, auch als Fachmarktzentrum bekannt, liegt schon seit vielen Jahren brach. Foto: Michael HengeholdDas ehemalige Frye Center, auch als Fachmarktzentrum bekannt, liegt schon seit vielen Jahren brach. Foto: Michael Hengehold

Melle. Endlich gibt es Bewegung oder zumindest die Chance darauf in Sachen ehemaliges Frye Center an der Oldendorfer Straße. Eine Mellerin ist nun wieder Eigentümerin.

Die Mellerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, hatte das Areal des Fachmarktzentrums in Erbpacht an eine dänische Investment-Gesellschaft in Kopenhagen abgetreten. Die Frau bestätigte am Mittwoch eine Anfrage unserer Redaktion, dass sie nun wieder Eigentümerin des Areals samt seiner Gebäude sei: „Es ist seit Kurzem wieder in meiner Hand“. Es solle dort wieder eine Entwicklung einsetzen, aber momentan gebe es keine konkreten Vorstellungen dazu. „Ich suche nach Lösungen“, erklärte die Frau, die das Thema gar nicht so gerne in der Öffentlichkeit sieht und deswegen keine weiteren Auskünfte geben wollte.

Vandalismus und nächtliche Gäste

Aus anderen Quellen ist zu erfahren, dass die Dänen die Erbpachtbeträge schon längere Zeit nicht mehr gezahlt haben und in Insolvenz gegangen sind. Um das Center hatten sie sich eh nicht gekümmert; es lag seit vielen Jahren brach und war eine Zeit lang nur durch Vandalismus und nächtliche Gäste aufgefallen, bis die Stadt 2013 die Zugänge verschloss und Holzplatten vor den überwiegend zertrümmerten Fenstern anbrachte.

Mit der Eigentümerin im Gespräch

Was eine mögliche zukünftige Nutzung angeht, so weist Stadtbaurat Holger Clodius auf Nachfrage zunächst einmal darauf hin, dass der Bebauungsplan „relativ eng“ gefasst sei. Das nicht nur in Bezug auf die gewerbliche Nutzung sondern auch auf mögliche Warensortimente: „Rein theoretisch gesprochen, könnte also da so etwas wieder einziehen, wie es das schon einmal gab.“ Ob und in welcher Form auch andere Nutzungen denkbar seien, richte sich unter anderem auch nach dem weiteren Umfeld. Zwar sei die Lage „an den Elseauen“ einerseits durchaus attraktiv.Andererseits gebe es aber direkt gegenüber Gewerbe mit den entsprechenden Immissionen (Lärm), die viel befahrene Oldendorfer Straße grenzt an und die Bahnlinie ist auch nicht weit: „Insofern kann man nicht wirklich sagen, dass es sich für Wohnbebauung anbietet“, beantwortet Clodius eine entsprechende Frage. Wofür bietet es sich denn an? Es gebe „derzeit keine konkreten, belastbaren Vorstellungen“ seitens der Stadt. Zwar sei die Verwaltung mit der Eigentümerin im Gespräch, aber auch da: nichts Konkretes. Clodius: „Es geht nur darum, die Interessen zu sondieren.“

„Städtebauliche Neuordnung“ des ganzen Viertels?

Dass indes der gesamte Stadtbereich bis hin zur Weststraße eine „städtebauliche Neuordnung“ vertragen könne, sei durchaus so. Das Viertel sei „als Fläche zu interessant“, um nicht zu überlegen, was möglich wäre. Dann wäre allerdings mit mehreren Eigentümern zu reden. „Aber wenn es Gesprächsbereitschaft gibt, dann sollte man das Gespräch auch suchen.“


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