Für Kindergarten-Erweiterung Weitere Container für Oberschule Melle-Neuenkirchen

Von Michael Hengehold

Den Stellplatz für die beiden Krippencontainer für das Montessori-Kinderhaus (rechts), die Wiese, die zur Schule gehört, schauen sich Alfred Reehuis, Regina Haase (beide Grüne), Kim Rittinghaus (Kiga), Sandra Apeler (Oberschule) sowie Reinhardt Wüstehube (Grüne) an. Foto: Michael HengeholdDen Stellplatz für die beiden Krippencontainer für das Montessori-Kinderhaus (rechts), die Wiese, die zur Schule gehört, schauen sich Alfred Reehuis, Regina Haase (beide Grüne), Kim Rittinghaus (Kiga), Sandra Apeler (Oberschule) sowie Reinhardt Wüstehube (Grüne) an. Foto: Michael Hengehold

Neuenkirchen. Die Wilhelm-Fredemann-Oberschule in Neuenkirchen muss weitere Einschränkungen hinnehmen. Zwei Container für die neuen Krippengruppen des Montessori-Kindergartens nebenan werden auf dem Schulgelände aufgestellt.

Wie berichtet, ist die Oberschule seit 2014 (Vorbereitung) beziehungsweise 2015 (Beginn) Baustelle. Vier Ausweichcontainer stehen deshalb seit bereits vier Jahren auf dem hinteren Schulhof. Bald kommen zwei weitere hinzu. Die sollen vor der Schule Platz finden. Darin werden zwei neue Krippengruppen des Montessori-Kinderhauses beheimatet, denn der Kindergarten hat dafür keinen Platz.

25 mal 21 Meter groß

Die Container sollen auf dem kleinen Rasenstück rechts vor dem Verwaltungstrakt stehen. Dort spielen Schüler üblicherweise Fußball auf mobile Tore, die jeweils morgens auf- und mittags wieder abgebaut werden, berichtet Schulleiterin Sandra Apeler bei einem Besuch einer kleinen Abordnung der Grünen. Die Mobilkrippe wird L-förmig um den Baum auf der Wiese herum gebaut, ein direkter Zugang vom Kindergarten angelegt. Parallel zur Zuwegung zur Schule wird das Mobilbauwerk 25 Meter lang sein, die Querseite wird 21 Meter aufweisen.

Pausenkicker werden weichen müssen

Für die Schule bedeutet das allerdings, dass nicht nur die Pausenkicker weichen müssen, sondern auch der große überdachte Fahrradabstellbereich am vorderen Rand des Schulgeländes. Der solle ihren Informationen nach die Gebäudeseite wechseln, sagt die Schulleiterin, „aber wohin genau, wann und wie - keine Ahnung.“

„Krippenkinder im Container – das ist schon besonders“

Zumindest zum Punkt „wann“ kann Kinderhaus-Leiterin Kim Rittinghaus etwas zur Aufklärung beitragen. „Das soll zum 1. Juli geschehen, aber wir haben darum gebeten, dass das wegen unserer Sommerferienschließung ab 16. Juli eher passiert, damit wir die Container noch einrichten können.“ Denn: „Krippenkinder im Container – das ist schon besonders. Da muss man sich viel Mühe geben, damit das funktioniert.“

Wie lange werden die Container stehen?

Die Krippengruppen werden in den „mobilen Raumlösungen“ eine Übergangsheimat finden, bis ein fester Anbau geschaffen wurde. „Die Container werden für einige Jahre da bleiben, da beißt die Maus keinen Faden ab“, lautet die Einschätzung von Alfred Reehuis, Grünen-Fraktionsführer im Stadtrat. Fraktionskollege Reinhardt Wüstehube, stellvertretender Vorsitzender im Bildungsausschuss, hofft auf zwei Jahre längstens. Zumindest werde die vorläufige Betriebserlaubnis für die Container-Krippen standardmäßig für zwei Jahre ausgestellt, betont Kita-Leiterin Rittinghaus.

„Wenn das zwei Jahre dauert, sind die bei uns hoffentlich fertig“

Sie steht nun vor dem Problem acht Erzieherinnen oder Sozialassistentinnen für die beiden Gruppen einstellen zu müssen, aber noch nicht zu wissen, welche Öffnungszeiten die Stadt finanzieren wird. Eine Abfrage bei den Eltern der 30 zukünftigen Krippenkinder von ein bis drei Jahren hat ergeben, dass der Bedarf von acht bis 16 Uhr besteht. Ob das so kommt, soll ein Gespräch mit der Stadt am 8. März ergeben. „Diese Leute zu bekommen, wird schwierig“, so die Einschätzung der Leiterin.

So steht es dann zukünftig auch um die großen Bewegungsflächen, sagt Schulleiterin Sandra Apeler, schwierig nämlich, „denn dann haben wir keine mehr.“ Sie ist zudem gespannt, wie „das mit den Baustellen koordiniert werden soll“. Andererseits: „Wenn das sowieso zwei Jahre dauert, sind die ja bei uns hoffentlich fertig.“